Der Golf Club Wümme – Vielfalt auf 27 Loch

Eine Golfwiese mit einer gelben Fahne in der Mitte und links und rechts sind Bäume

1984 wurde der Golf Club Wümme gegründet und schon zwei Jahre später begann der Spielbetrieb auf den anfänglich 9 Löchern. Seit 1993 bietet der Club 18 Löcher, 2014 wurde die Anlage um den C-Kurs auf jetzt 27 Loch erweitert.

Das großzügige Clubhaus, das sich im Herzen der Anlage befindet, sowie die Gastronomie erfuhren 2013 bzw. 2009 umfangreiche Renovierungen und Umbauten. Besonders im Sommer erfreut sich die Sonnenterrasse großer Beliebtheit, nicht nur aufgrund des hervorragenden gastronomischen Angebots, sondern auch wegen des beeindruckenden Ausblicks auf die Grüns von Loch 18 und 27.

Gute Trainingseinrichtungen im Golf Club Wümme

Die Driving Range, unmittelbar hinter dem Clubhaus gelegen, bietet überdachte Abschlagplätze sowie separate Abschlagmatten. Es gibt einige Ziele und am hinteren Ende beschützt ein Zaun das Grün von Loch 17.

Zusätzlich gibt es ein großzügiges Puttinggrün, das Golfern die Möglichkeit bietet, sich mit dem Grüntempo auf dem Platz vertraut zu machen. Ein Pitching- und Chipping-Grün mit Übungsbunker vervollständigen das Trainingsareal.

Die Golfplatzkurse im Überblick:

Kurs A (Löcher 1-9)

Der erste Teil des Platzes, beginnt neben der Driving Range mit einem langen Par 5, das in den letzten 100 Metern bis zum Grün von einem seitlichen Teich begleitet wird. Es folgen mehrere Par 4 Löcher, unterbrochen von einem kurzen Par 5, bevor die 9-Loch-Schleife mit Par 3, Par 4 und Par 3 endet.

Gleich mehrere Löcher sind durch seitliches Wasser oder kleine Doglegs schön gestaltet, während die beiden mittellangen Par 3 weniger spektakulär daherkommen.

Besonders hervorzuheben ist Loch Nummer 2, ein kurzes Par 4 mit einem Teich in der Mitte, das lange Spieler dazu reizt, den Teich direkt vom Abschlag zu überspielen. Taktisch gespielt kann man jedoch vorlegen und sich nah genug ans Grün heranspielen, um mit einem guten Chip das Par zu erreichen.

Auch das Dogleg rechts von Loch 6 hat seinen Reiz, per Drive über die Bäume ordentlich abzukürzen. Der dichte Wald links und rechts erschwert das Spiel und erfordert Präzision, um den Ball vor dem Grün zu platzieren.

Eine Golfwiese und links ist ein Teich zusehen

Kurs B (Löcher 10-18)

Der zweite Teil des Platzes beginnt mit einem ansprechenden Par 4, bei dem besonders der vordere Grünbunker mit seiner hohen Kante ins Auge fällt. Das folgende Par 3 ist optisch sehr schön und spielerisch attraktiv.

Favorit vieler Spieler ist Loch Nr. 12, ein nicht allzu langes Par 4, das bergauf und damit etwas länger gespielt wird. Der Abschlag sollte über einen Teich mit einer Steinmauer gehen, was optisch ansprechend ist.

Insgesamt sind die Fairways zwar von dichtem Wald gesäumt, trotzdem sind die Bahnen eher weiter. Der Platz hat einen offeneren Charakter als Kurs A und wirkt dadurch etwas abwechslungsreicher und interessanter.

Besonders erwähnenswert sind die Kombinationen der schon genannten Löcher 11 und 12 sowie das Loch 17, ein langes Par 5 mit Teich und einer im Fairway stehenden Eiche. Es überzeugt sowohl optisch als auch spielerisch.

Kurs C (Löcher 19-27)

Der wohl neueste Teil der Anlage unterscheidet sich optisch deutlich von den beiden anderen: flaches Terrain, weite Flächen und Wasser an fast jedem Loch. Diese 9-Loch-Schleife ist etwas länger als die ersten beiden und aufgrund der Gestaltung windanfälliger.

Das erste Loch, ein langgezogenes Dogleg nach rechts, gefällt auf Anhieb. Es bietet längeren Spielern die Möglichkeit, über den ersten Graben zu schlagen, allerdings sind dichte Bäume auf der rechten Seite ein Risiko bei Slicern.

Die meisten Löcher des C-Kurses beeindrucken vor allem durch die interessanten Grüns. Die Landschaft ist größtenteils offen, und manchmal sind die Wasserhindernisse vom Abschlag aus schwer zu erkennen.

Eine Golfwiese im Wald

Besonders ist Loch C7, ein mittellanges Par 3 mit erhöhtem Abschlag. Das Grün ist in zwei Stufen aufgeteilt, wobei die höhere, schmalere Stufe hinter einem großen Bunker liegt. Der ist eine Besonderheit, denn es ist der einzige auf dem gesamten C-Kurs.

Auch das Abschlussloch, ein nicht allzu langes Par 5, überzeugt optisch und spielerisch. Es beginnt offen und verengt sich immer mehr im weiteren Verlauf. Das Anspiel auf das vergleichsweise kleine Grün direkt vor der Clubhausterrasse erfordert Präzision und bietet aufgrund der dichten Bäume rechts und links eine besondere Herausforderung.

Deutlich mehr Break auf dem C-Kurs

Die Grüns auf den A- und B-Kursen sind eher sanft onduliert, während auf dem C-Kurs an einigen Stellen deutlich mehr Break zu bewältigen ist. Viele Löcher des Golf Club Wümme sind wirklich schön gestaltet, und die abwechslungsreiche Mischung aus kürzeren und längeren Bahnen sorgt für Spielspaß.

Insgesamt sind alle drei Kurse fair und großzügig. Auch neben den Fairways gibt es oft genügend Raum. Nicht selten kann der Ball gefunden und weitergespielt werden. Eine Ausnahme davon bilden natürlich die Waldlöcher.

Grundsätzlich ist für jeden Spieler etwas dabei. Oft gibt es einen konservativen Weg, ein Loch zu spielen. Einige Löcher laden aber regelrecht zu Risikoschlägen ein. Wer hier die richtige Mischung findet, der kann einen guten Score nach Hause bringen.

Fotos: Olaf Genth

Noch mehr Golfplätze und weiteren Golf-Content von und mit Olaf findet ihr auf seinem
Blog heidegolfer.de.

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