Dass längst nicht mehr nur die Herren den Golfsport dominieren, sollte mittlerweile jedem bekannt sein. Zahlreiche Golferinnen sorgten in der Vergangenheit durch herausragende Leistungen und besonderen Einsatz für das Damengolfen für Aufsehen.

Nicht immer waren Frauen auf Golfplätzen gern gesehene Gäste. Einige Clubs verboten ihnen lange den Zutritt. Schilder mit der Aufschrift „Keine Hunde und keine Frauen“ waren dabei keine Seltenheit.

Mit der Zeit setzten sich die Damen allerdings durch und wurden zunehmend als Golfsportlerinnen akzeptiert. So kamen legendäre Spielerinnen ans Licht, von denen die Golfwelt noch heute spricht.

Patty Berg

63 Mal konnte Patty Berg sich bei internationalen Profiturnieren die Krone aufsetzen. Ein besonderer Erfolg gelang ihr bei der US Women’s Open 1945. Es war der Startschuss der heute prestigeträchtigen Veranstaltung und damals gingen 39 Spielerinnen auf die Runde, um sich die begehrte erste Trophäe des Major zu sichern.

Im Finale gegen Betty Jameson konnte sich Berg dann durchsetzen und krönte sich zur ersten US-Womens-Open-Siegerin der Geschichte. Vier Jahre später fungierte sie als eine der Gründerinnen der LPGA Tour.

Mickey Wright

Wer dachte, 63 Siege sind schon viel, hat sich wohl noch nicht Mickey Wrights Ergebnisse angeschaut. Die US-Amerikanerin konnte während ihrer Karriere ganze 90 Mal triumphieren. Wie auch Berg blickt Wright auf einzigartige Momente bei der US Women’s Open zurück.

Dort spielte sie sich sowohl 1958, 1959, 1961 als auch 1964 an die Spitze der Rangliste und hält gemeinsam mit Betsy Rawl den Rekord für die meisten Siege bei dem Major.

Annika Sörenstam

Annika Sörenstam gilt wohl als die erfolgreichste schwedische Golfspielerin aller Zeiten und insbesondere als Vorreiterin im Frauengolf. Bis heute ist sie die einzige Golferin, die eine Turnierrunde mit 59 Schlägen beendete und ihre Ausnahmestellung im Damengolf ist in etwa mit der von Tiger Woods bei den Herren zu vergleichen.

Nach 94 erfolgreich gewonnenen Titeln stieg die Schwedin aus dem Turniergeschehen aus und konzentrierte sich auf die Förderung von Frauen im Golfsport. Außerdem war sie maßgeblich an der Rückkehr der Sportart zu den Olympischen Spielen beteiligt. Heute ist sie die Präsidentin der International Golf Federation.

Betsy Rawls

Gemeinsam mit Wright teilt Rawls den Rekord für die meisten gewonnenen US Women’s Open und insgesamt brachte es die Golferin während ihrer Karriere auf 58 professionelle Siege. 1951, 1953, 1957 und 1960 spielte sie sich auf den ersten Platz bei dem Major. Außerdem gelang ihr 1952 und 1959 der Erfolg bei der Women’s Western Open sowie 1959 und 1969 bei der LPGA Championship.

Babe Zaharias

Während sich die meisten Spielerinnen auf den Golfsport konzentrierten, konnte man das von Babe Zaharias nicht behaupten. In der Leichtathletik gewann sie eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen und auch im Basketball war sie eine starke Spielerin.

Mit 48 professionellen Siegen gehört sie auch im Golfsport zu einer der Legenden. Nachdem sie die US Women’s Open bereits zweimal für sich entscheiden konnte, war ihr die Titelverteidigung 1951 aufgrund ihrer Krebserkrankung nicht gegönnt.

1954 feierte die US-Amerikanerin dann allerdings wohl eines der größten Comebacks der Golfgeschichte. Sie trotzte ihrer Erkrankung, spielte sich bei dem Major an die Spitze und gewann die US Women’s Open zum dritten Mal.

Titelbild: LPGA Tour

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