Nach dem Ryder Cup ist vor dem Ryder Cup und so denken wir bereits an die Ausgabe in Rom 2023. Wer könnte das US-amerikanische und europäische Team im Marco Simone Golf & Country Club aufs Feld führen?

Steve Stricker hat seine Aufgabe in diesem Jahr offensichtlich besonders gut gemacht, denn mit 19:9 entschieden die US-Amerikaner den Ryder Cup am vergangenen Wochenende für sich. Deshalb vermuten einige Experten, dass Stricker von der PGA of America erneut als Kandidat in Erwägung gezogen wird.

Zahlreiche Mitglieder des Gewinnerteams sprachen sich nach dem wichtigsten Golf-Mannschaftswettbewerb der Welt bereits dafür aus, dass Stricker auch 2023 bei der Titelverteidigung wieder als Kapitän fungieren soll.

Zach Johnson steht hoch im Kurs

„100 Prozent“, ist Dustin Johnson sich sicher, dass Stricker erneut die richtige Wahl für den Posten wäre. Und auch Jordan Spieth stimmt dem zu: „Das ist ein Ja von uns.“ Nur der 54-Jährige selbst scheint von dieser Idee derzeit noch nicht sonderlich angetan zu sein.

„Ich denke nicht, dass das passieren wird. Es ist festgelegt und es gibt Leute, die die nächsten Kapitäne sein könnten. Es war eine unglaubliche Erfahrung, versteht mich nicht falsch, aber ich bin froh, dass es vorbei ist“, blickt Stricker nach vorne. Zu seiner Frau sagte der Golfer bereits: „Kannst du dir vorstellen, dass Davis Love zwei solcher Dinger gemacht hat?“ Als einer der einzigen Kapitäne in der Geschichte des US-amerikanischen Ryder-Cup-Teams führte Love dieses gleich zweimal auf die Bahn – einmal mit und einmal ohne Erfolg.

Was den Posten für die kommende Austragung 2023 in Rom anbelangt, steht derzeit Zach Johnson hoch im Kurs. Er stand Stricker bereits als Vizekapitän mit Rat und Tat zur Seite. Ebenso Phil Mickelson, dessen Name allerdings eher im Hinblick auf den Ryder Cup 2025 in Erwägung gezogen wird.

Westwood oder Poulter für das europäische Team?

Und was ist mit den Europäern? Mit Lee Westwood ist ein Veteran schon mehr oder weniger bereit, als Kapitän des europäischen Teams zu fungieren, obwohl er doch gerne noch etwas mehr Zeit als spielendes Team-Mitglied hätte. Dennoch wäre der Engländer stolz, den Posten von Padraig Harrington in zwei Jahren zu übernehmen. Westwood blickt auf elf Ryder-Cup-Teilnahmen zurück und kann damit einiges an Erfahrung vorweisen.

„Einige Leute kommen immer wieder und sagen, du wirst der nächste Kapitän in Rom sein. Ich spiele lieber. Ich möchte noch nicht loslassen“, zeigt er sich in diesem Kontext einerseits etwas nostalgisch, andererseits wäre es wohl eine der größten Erlebnisse in der Karriere eines Golfprofis: „Es ist eine riesige Ehre und etwas, das ich machen möchte. Warum sollte man auch nicht?“ Ian Poulter alias Mr. Ryder Cup wird laut Experten wohl erst für die Austragung 2025 in Betracht gezogen.

Titelbild: European Tour

Kommentar hinterlassen

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.