Auch im zweiten Teil unseres Anflugs von Nostalgie erinnern wir uns an fünf denkwürdige Momente der US Open. Waren es im ersten Teil unserer Lieblingsmomente Tiger Woods, Martin Kaymer und Co., so spielen im zweiten Teil unseres Rückblicks einige andere Golf-Stars die Hauptrolle.

Phil Mickelson, Tom Watson, Michael Campbell – sie alle trugen zu US-Open-Geschichte bei, auf die wir so gerne zurückblicken:

Mit dem Traumchip zum Sieg

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Jack Nicklaus und Tom Watson in der Finalrunde der US Open 1982. Da Watson seinen Ball ins Rough schlug, sah es gut für Nicklaus aus. Doch seinem Konkurrenten gelang ein Chip wie aus dem Buche und er lochte zum Birdie. Damit konnte sich der US-Amerikaner seine sechste von insgesamt acht Major-Trophäen sichern.

Der älteste US-Open-Gewinner

Im Alter von 45 Jahren und 15 Tagen schaffte Hale Irwin bei der US Open 1990 das Unglaubliche: Im Stechen gegen Mike Donald konnte der Golfer nach 91 gespielten Löchern triumphieren und schrieb sich als ältester US-Open-Sieger in die Geschichtsbücher des Major und des Golfsports ein.

Campbell besiegt Woods

Auch Golf-Größen wie Tiger Woods mussten bereits einstecken – und zwar gegen einen damals weniger bekannten Golfer namens Michael Campbell. Der aus einem abgelegenen Ort in Neuseeland stammende Golfer reiste 2005 ins Pinehurst Resort und besiegte neben Woods weitere ehemalige US-Open-Champions. Während des Turniers saßen ihm Woods und Co. im Nacken, doch der Profi, der zuvor einige Turniere auf der European Tour gewinnen konnte, ließ sich davon nicht beirren.

Stattdessen nahm er den Jubel der Fans, der insbesondere Woods galt, wahr und stellte sich vor, dass dieser für ihn sei. „Du hast die Wahl, wie du damit umgehst – davon hängt alles ab“, so der Golfer nach seinem Triumph.

John Dalys Monster-Drive

1993 hatte es der Kurs mit dem Baltusrol Golf Club ordentlich in sich. Das Par-5 17. Loch des Platzes ist rund 600 Meter lang und brachte die Teilnehmer der US Open an ihre Grenzen. Doch John Daly schien die Länge nichts auszumachen: Er nahm seinen Driver, schlug den Ball 300 Meter in die Ferne, griff zum Eisen und lochte den Ball ein. Das Par-5-Loch wurde also mal eben mit zwei Schlägen bezwungen.

Mickelson und die Bürde des ewigen Zweitplatzierten

Von solch legendären Momenten träumt Phil Mickelson wohl immer noch. Bis heute sollte es nicht für den Sieg und damit den Grand Slam reichen. 1999, 2002, 2004, 2006, 2009 und 2013 hatte „Lefty“ immer wieder Chancen auf die Krone, doch im letzten Moment scheiterte er und verpasste den Triumph. In diesem Jahr ist er erneut im Teilnehmerfeld zu sehen und sein legendärer Sieg bei der PGA Championship vor einigen Wochen lässt auf einen weiteren Major-Titel hoffen.

Foto: AFP

Kommentar hinterlassen

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.