Es geht munter weiter mit den Major-Turnieren auf der PGA Tour: Die US Open starten heute in die erste Runde und neben Titelverteidiger Bryson DeChambeau zählen auch andere Top-Spieler zum Kreis der Favoriten.

Alle Augen sind in dieser Woche auf die kalifornische Pazifikküste gerichtet, wo sich die Golfwelt zur US Open versammelt. In Torrey Pines wird das Turnier bereits zum zweiten Mal in seiner Geschichte ausgetragen. Der rund 7.000 Meter lange Par-71-Kurs wartet mit seinen Heimtücken auf die Top-Spieler aus der ganzen Welt.

Ob Bryson DeChambeau sich dort ebenso wohlfühlen wird, wie in Whistling Straits im vergangenen Jahr, wird sich zeigen. Der Titelverteidiger überzeugte dort mit Kraft und Länge vom Abschlag und Präzision beim Putten und lief der Konkurrenz am Ende mit sechs Schlägen Vorsprung davon. Der Fokus in Torrey Pines liegt weniger auf lange Drives und mehr auf die stark ondulierten und schnellen Grüns. Wer beim Putten also derzeit seine Probleme hat, könnte an diesem Wochenende an seine Grenzen kommen.

„Rahmbo“ startet als Top-Favorit

Wie man eine US Open gewinnt, weiß auch Dustin Johnson. Der Weltranglistenerste konnte die prestigeträchtige Veranstaltung 2016 im Oakmont Country Club für sich entscheiden. In den vergangenen Monaten spielte Johnson zwar nicht sein Bestes Golf, doch er scheint langsam zurück zu seinem Spiel zu finden. Am vergangenen Wochenende platzierte er sich bei der Palmetto Championship in den Top Ten.

Bei der Generalprobe im Congaree Golf Club war Jon Rahm zwar nicht dabei, dennoch startet der Spanier in dieser Woche als Top-Favorit. Zuletzt musste der Profi das Memorial Tournament in der letzten Runde abbrechen, da er positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Zu dem Zeitpunkt dominierte er das Feld und darf in Torrey Pines darauf hoffen, an diese Leistung anzuknüpfen.

Zumal ist „Rahmbo“ der Platz nicht fremd. 2017 setzte er sich bei der Farmers Insurance Open an die Spitze des Leaderboard und verpasste den Sieg 2020 mit dem zweiten Platz nur knapp. Nach fünf PGA-Tour-Titeln und sechs European-Tour-Trophäen ist der 26-Jährige bereit für seinen ersten Major-Titel.

Mickelson strebt den Grand Slam an

Den durfte Martin Kaymer bereits 2010 bei der PGA Championship feiern. Vier Jahre später setzte er noch einen drauf und gewann die US Open. Major-Erfahrung bringt der Deutsche also mit nach Torrey Pines. Ob ihm diese helfen wird, wird sich zeigen. In den vergangenen Monaten glänzte Kaymer auf dem Golfplatz allerdings nicht besonders. Eine gute Platzierung wäre also nach zwei geteilten 35. Plätzen bei den US-Open-Austragungen 2017 und 2019 ein Überraschungserfolg.

Unmöglich ist so etwas natürlich nicht. Das bewies zuletzt Phil Mickelson, der als ältester Major-Gewinner aller Zeiten bei der PGA Championship in diesem Jahr überzeugen konnte. Mit der US Open verbindet „Lefty“ allerdings weniger gute Erinnerungen. Die Trophäe des Major fehlt dem US-Amerikaner, um den Grand Slam unter Dach und Fach zu bringen.

Ganze sechsmal hatte Mickelson bei der US Open die Chance, sich an die Spitze des Leaderboards zu setzen und dort bis zum Ende zu verweilen. Doch 1999, 2002, 2004, 2006, 2009 und 2013 verpasste er den großen Triumph knapp. Mit der gewonnenen PGA Championship hatte der 51-Jährige jedenfalls gezeigt, dass noch ordentlich etwas in ihm steckt, weshalb ein Sieg der US Open in diesem Jahr keinesfalls ausgeschlossen ist.

Foto: Getty Images

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