Am vergangenen Sonntag konnte sich Hideki Matsuyama das grüne Jackett beim Masters Tournament im Augusta National Golf Club sichern und schrieb damit Golfgeschichte.

2011 startete er erstmals in Augusta, nach zehn Jahren sollte es nun soweit sein: Hideki Matsuyama konnte sich als erster Japaner in der Geschichte des traditionsreichen Major in das grüne Jackett helfen lassen und schrieb damit Geschichte für ein ganzes Land. Bislang konnte kein Japaner den Sieg bei einem der vier Major-Turniere einfahren. Mit zehn unter Par ging der Sieger am Ende ins Clubhaus und entthronte damit Dustin Johnson die Titelverteidigung, der nach Rundenergebnissen von 74 und 75 bei fünf über Par gelegen und den Cut nicht geschafft hatte.

Bereits am Moving Day hatte Matsuyama sich einen Vorsprung von vier Schlägen auf die Konkurrenz erspielt. Dieser wurde zu Beginn des Finaltags allerdings relativ zügig gefährdet, als Will Zalatoris mithilfe von zwei Birdies bis auf einen Schlag an den Japaner herantrat und ebenfalls Chancen auf den Sieg witterte.

Konstantes Spiel von Matsuyama

Matsuyama ließ sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen. Trotz eines Bogey in der gefürchteten Amen Corner und eines Bunkerschlags konnte kaum ein Mitstreiter den Japaner auf dem Vormarsch in Richtung des grünen Jacketts hindern, bis Xander Schauffele mit vier Birdies loslegte wie die Feuerwehr und auf dem Leaderboard nach oben schnellte.

Doch auch bei diesem Turnier konnte Schauffele die Hürde des ewigen Beinahe-Siegers nicht überwinden. Aufgrund eines Triplebogey am 16. Loch wurde es aber nicht der zweite, sondern der dritte Rang, den er sich mit Jordan Spieth teilt.

Matsuyama ließ sich von keinem der Angriffe verwirren und behielt bis zum Schluss die Kontrolle über sein konstantes Spiel. Somit steht der erst japanische Major-Sieger auf der PGA Tour in den Geschichtsbüchern. Mit zehn unter Par verzeichnet Matsuyama das höchste Siegerergebnis seit Sergio Garcia (-9/ 2017).

Zalatoris kratzte am perfekten Masters-Debüt

Beim Blick auf das Leaderboard sticht Zalatoris‘ Name auf dem zweiten Platz ins Auge. Erst seit dieser Saison spielt der US-Amerikaner in den Kreisen der Profis auf der PGA Tour und gab in Augusta sein Masters-Debüt. Es war sein dritter Start bei einem Major und dank seiner Leistungen ist er gemeinsam mit Matsuyama nun sicherlich in aller Golf-Munde.

Zwischenzeitlich kam der 1,88 Meter große Profi so dicht an den Japaner heran, dass einige bereits einen rekordverdächtigen Sieg witterten. Mit 70 Schlägen spielte er eine bessere Finalrunde als der Gewinner und kratzte somit am perfekten Debüt.

Foto: AFP

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