Jon Rahm galt als Top-Favorit für die US Open 2021 und wurde dieser Rolle am vergangenen Wochenende absolut gerecht: Der Spanier konnte das Major für sich entscheiden und ließ sich daraufhin von seiner Familie am Vatertag feiern.

Erst im April wurde Jon Rahm Vater eines Sohnes und seinen ersten Vatertag hätte sich der 26-Jährige wohl nicht schöner ausmalen können: In Torrey Pines schlug sich der Golfer zum ersten spanischen Gewinner der US Open.

Nachdem Rahm beim Memorial Tournament vor zwei Wochen am letzten Spieltag mit sechs Schlägen Vorsprung auf die Konkurrenz aufgrund eines positiven Coronatests abbrechen musste, schien er besonders motiviert: „Ich bin wirklich positiv geblieben, in dem Wissen, dass etwas Großes auf mich zukommen würde“, so der Sieger über seine Zeit in Quarantäne.

Mickelson muss weiter auf Grand Slam warten

Als er in den Finaltag startete, hatte Rahm drei Schläge Rückstand auf die Führungsriege, die aus Mackenzie Hughes, Russell Henley und Louis Oosthuizen bestand. Letzterer hatte bis zum Schluss etwas mit dem Sieg zu tun, konnte an den letzten Löchern allerdings nicht mehr mit Rahm mithalten.

Für diesen lief es ab der vierten Bahn schließlich wie geschmiert. Nachdem er sieben Pars in Folge auf seiner Scorekarte notieren durfte, puttete er auf der 17. und 18. Bahn zum Birdie und setzte sich mit einem Schlag Vorsprung vor Oosthuizen die Krone auf. Er fiel in die Arme seines Vaters, für den der Vatertag sicherlich genauso besonders war wie für seinen Sohn.

Weniger erfreulich verlief das Turnier für Phil Mickelson, der sicherlich mit größeren Hoffnungen nach Torrey Pines gereist war. Der amtierende PGA-Championship-Sieger teilt nicht unbedingt die besten Erinnerungen mit der US Open. Seit Jahren versucht „Lefty“ den Grand Slam zu gewinnen, doch immer wieder scheiterte er an der US Open.

So auch in diesem Jahr. Mit elf über Par musste er mit dem geteilten 62. Rang vorliebnehmen. „Ich bin natürlich enttäuscht, nicht besser gespielt zu haben“, äußert sich Mickelson, der am vergangenen Mittwoch seinen 51. Geburtstag feierte, nach dem Turnier.

Kaymer teilt sich Platzierung mit DeChambeau

Weniger von seiner Spielweise enttäuscht dürfte Martin Kaymer sein, der sich in Torrey Pines auf dem geteilten 26. Platz positionierte und damit die beste Major-Woche seit langem spielte. Nach einem etwas holprigen Start notierte der Deutsche am Freitag und Samstag Rundenergebnisse von 68 und 69 und hatte damit sicherlich Hoffnungen auf eine Top-Platzierung.

Seit der PGA Championship 2016 gelang dem 36-Jährigen nicht mehr der Sprung in die Top Ten bei einem Major-Turnier. Doch mit vier Bogeys in Folge schwand auch dieses Mal die Hoffnung und für Kaymer reichte es am Ende nur für den geteilten 26. Rang.

Diesen teilt sich der Deutsche mit einem der Top-Favoriten. Bryson DeChambeau zählte vor dem Turnier zum absoluten Favoritenkreis, konnte seinen Titel allerdings nicht verteidigen. Der letzte Spieltag verlief alles andere als gut und am Ende ging der US-Amerikaner mit einer 77er Runde und einem Gesamtergebnis von drei über Par ins Clubhaus.

Foto: AFP

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