Der Helm, der städtische Jäger, die Fackel und der schwarze Ritter sind die Mitglieder der Golf Boys. Besser bekannt sind sie in der Golfwelt wohl unter ihren richtigen Namen: Ben Crane, Hunter Mahan, Bubba Watson und Rickie Fowler. Die vier Golfer stürmten die YouTube-Charts und die Herzen ihrer Fans 2013 und 2015 mit gleich zwei Hits: „Oh Oh Oh“ und „2. Oh“.

Innerhalb kurzer Zeit wurde das erste Video millionenfach aufgerufen und sorgte für Begeisterung. Nie zuvor hatten die Fans die Golfer in hautengen Overalls, in Pelzmantel und Tigerhose, im kompletten Lederlook oder oberkörperfrei in einer Latzhose sehen können. Mit diesem Gegensatz zu der sonst so strikten Etikette auf den Golfplätzen präsentierten sich die vier PGA-Golfer mal von einer ganz anderen Seite. Was bei den Golf Boys natürlich nicht fehlen darf, ist der Golfplatz und so schlagen die vier in kurzen Sequenzen ein paar Bälle, die sie lautstark bejubeln, wie es eigentlich untypisch für den Golfsport ist.

Dass keiner der Spieler ein wirkliches Gesangstalent aufweist und die Bewegungen an einigen Stellen etwas zu steif und einstudiert aussehen, interessiert da auch keinen mehr. In extravaganten Outfits, die aus Macklemores „Thrift Shop“-Video stammen könnten, performen Crane, Mahan, Watson und Fowler ihren Song, der eigentlich nur aus dem sich ständig wiederholenden „Oh Oh Oh“ besteht und lediglich durch kurze Rap-Passagen unterbrochen wird.

Kombination aus steifer Tanzchoreografie und unkontrollierten Bewegungen

Neben schrägen Kostümen und geringer gesanglicher Begabung brachte den Golf Boys auch die einstudierte Tanzchoreografie ordentlich Sympathiepunkte ein. So richtig im Takt scheinen sie an manchen Stellen nicht zu sein, deshalb lassen sie in anderen Momenten komplett los und die Bewegungen kommen, wie sie wollen.

Insgesamt versetzt die Aufmachung zurück in die neunziger Jahre, in denen NSYNC die Damenherzen mit ihren Musikvideos zum Schmelzen brachten. Einstudierte Choreografie vor weißem Studio-Hintergrund sowie ständiger Wechsel zwischen Nahaufnahmen der einzelnen Bandmitglieder und allen Golf Boys erinnern an die Boybands vergangener Zeiten.

Und weil es so schön war, gleich nochmal!

Das Video stieß in der Fangemeinde auf großen Zuspruch und so taten es die Golf Boys noch einmal. Im Video „2. Oh“ schlüpfen Crane, Mahan, Watson und Fowler erneut in ihre Outfits, lassen ihre Gangster-Seite raushängen und rappen, was das Zeug hält. Fast Food essend schlagen sie auch in diesem Video ein paar Bälle und sonnen sich in den Bunkern auf dem Grün.

Anlass für das zweite Video war sicherlich auch, dass die PGA-Spieler bereits mit dem ersten Song eine Menge Geld für ein Spenden-Projekt sammeln konnten. Mehrere tausend US-Dollar kamen für sauberes Wasser in Entwicklungsländern zusammen.

Foto: YouTube/@Ben Crane

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