Commercial Bank Qatar Masters: Välimäki gewinnt im Playoff gegen Campillo

Ein Golfer jubelt, im Hintergrund sind Hochhäuser

Beim Qatar Masters fing Sami Välimäki in der Schlussrunde den führenden Jorge Campillo ab, sodass ein Playoff für die Entscheidung sorgen musste. Am ersten Extraloch sicherte sich der junge Finne dann seinen zweiten Sieg auf der DP World Tour. Zu den Gewinnern des Wochenendes gehört auch Alexander Knappe, der seine Spielberechtigung behält.

Der Turnierverlauf im Doha Golf Club wurde maßgeblich von den Wetterkapriolen am Donnerstag beeinflusst. Durch einen Sandsturm musste das Spielgeschehen bereits einmal unterbrochen werden. Ein anschließendes Gewitter sorgte dann für den Abbruch. Die Verzögerung konnte in der Folge nicht mehr aufgeholt werden, sodass immer frühmorgens die letzten Runden des Vortages noch beendet werden mussten.

An der Spitze des Leaderboards stand zunächst Daniel Hillier. Nach der ersten Runde teilte sich der Rookie noch die Führung mit Scott Jamieson, nach der zweiten lag er allein vorn. Am Samstag eroberte dann Campillo den ersten Rang. Nachdem er seine dritte Runde am Sonntagmorgen beendet hatte, führte er mit einem Zwischenergebnis von 16 unter Par und einem Schlag Vorsprung auf Välimäki. Die beiden sollten den Sieg im Finale unter sich ausmachen.

Välimäki holt drei Schläge Rückstand auf

Etwas später am Sonntag startete Campillo mit einem Birdie in seine Schlussrunde. Nachdem Välimäki ein Bogey auf der sechsten Bahn unterlaufen war, betrug sein Rückstand auf den Führenden drei Schläge.

Doch dann drehte der Verfolger plötzlich auf: Zwischen der siebten und der 13. Bahn gelangen Välimäki vier Birdies. Weil Campillo in diesem Abschnitt nur mit einem Birdie kontern konnte, lagen die beiden vor den letzten fünf Löchern gleichauf.

Nun ging es hin und her: zuerst ein Bogey von Välimäki auf der 15 und ein Bogey von Campillo auf der 16, dann ein Birdie von Välimäki auf der 17 und ein Birdie von Campillo auf der 18. Es war folgerichtig, dass dieser Krimi erst im Stechen entschieden wurde.

Parallelen zum Premierensieg

Im Playoff ging es zurück zum 18. Abschlag. Das Kopf-an-Kopf-Rennen setzte sich erstmal fort und die beiden Kontrahenten marschierten nahezu im Gleichschritt auf das Grün. Hier schob Campillo jedoch seinen etwas längeren Birdie-Putt am Loch vorbei. Välimäki dagegen verwandelte und krönte sich damit zum Champion.

Für den 25-Jährigen war es der zweite Titel auf der DP World Tour – und der zweite in Nahost. Seinen Premierensieg hatte er im März 2020 bei der Oman Open gefeiert. Auch damals war er im Stechen erfolgreich. Seine Playoff-Quote bleibt damit makellos.

Außerdem sprang Välimäki im Race to Dubai um 23 Plätze auf den siebten Rang, der gleichbedeutend mit einer Spielberechtigung für die PGA Tour wäre. Ein kleiner Trost für Campillo: Als nun Zwölfter hat auch er seine Chancen auf die Tourkarte deutlich verbessert. Marcel Siem, der in Katar den Cut verpasste, und Yannik Paul, der den geteilten 27. Rang belegte, würden dagegen nach aktuellem Stand leer ausgehen.

Ein dritter Platz, der Gold wert ist

Neben Välimäki war wohl Jamieson der größte Gewinner in Doha. Vor dem letzten Full-Field-Event der Saison hatte der Schotte den 119. Platz im Race to Dubai belegt. Weil nur die besten 116 die Spielberechtigung für die DP World Tour behalten, stand er unter Zugzwang. Doch tatsächlich gelang ihm in dieser Drucksituation der Befreiungsschlag: Durch den geteilten dritten Rang beim Qatar Masters kletterte er im Race to Dubai auf den 82. Platz.

Der Golfspieler Alex Knappe lächelt und hat seine Hände an seiner Hüfte
(Foto: Alexander Knappe / DP World Tour)

Auch Alexander Knappe verteidigte erfolgreich seine Tourkarte: Der Deutsche landete in Katar auf dem geteilten 36. Rang und hielt damit seinen 114. Platz im Race to Dubai. Lukas Nemecz (T54) verbesserte sich vom 112. auf den 109. Rang und ist damit ebenfalls in der nächsten Saison dabei.

Ansonsten schaffte aus der DACH-Region nur noch Marcel Schneider den Cut. Der Deutsche hatte die Tourkarte schon vor dem Turnier sicher, verdiente mit seinem geteilten 47. Platz aber immerhin noch ein bisschen Preisgeld.

Titelbild: AFP

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