Kupcho schreibt Golf-Geschichte, Spaun zumindest seine persönliche: Tour-Rückblick

Jennifer Kupcho springt mit zwei Männern in den teich am 18. Grün bei der Chevron Championship

Sieges-Debütanten auf der PGA Tour und auf der LPGA. Während bei den Herren J.J. Spaun „lediglich“ das etwas unterbesetzte letzte Turnier vor Augusta gewann, feierte Jennifer Kupcho einen historischen Masters-Sieg auf der Chevron Championship. Hier kommt unser Tour-Rückblick.

Die letzte Ausgabe der Chevron Championship ist Geschichte. Jennifer Kupcho sicherte sich den Sieg und ist damit die letzte Siegerin in der Historie, die ihren Erfolg mit einem Sprung in den berühmten Teich am 18. Grün des Mission Hills Country Club feierte. Das Major zieht im kommenden Jahr um in die Region um Houston, Texas.

Was für ein Erlebnis für Kupcho: Für die 24-jährige US-Golferin bedeutet der Turniersieg nicht nur den Eintrag in die Geschichtsbücher als die letzte Major-Siegerin im traditionsreichen Golfclub in Rancho Mirage, Kalifornien. Gleichzeitig ist es auch ihr erster Sieg überhaupt auf der LPGA Tour.

Zu verdanken hat sie diesen vor allem ihrer bärenstarken Vorschluss-Runde. Ihre 64 (-8) an Tag 3 bedeutete die beste Runde aller Teilnehmerinnen an diesem Wochenende. Allgemein stellte Kupcho an den ersten drei Tagen mit insgesamt -16 einen Rekord bei der Chevron Championship auf. Das letzte Event am geschichtsträchtigen Austragungsort endete also mit einem Paukenschlag.

Da konnte Kupcho auch ihre relativ schwache Finalrunde mit 74 (2) locker wegstecken. Jessica Korda legte sich ordentlich ins Zeug und kam mit einer 69 nochmal um fünf Schläge ran. Am Ende reichte es jedoch mit -12 nur für den zweiten Platz hinter Kupcho (-14). Platz 3 ging an die Slowenin Pia Babnik (-11).

Für Caroline Masson reichte es mit einem Ergebnis von -5 immerhin zu einem geteilten 17. Platz. Auch Sophia Popov meisterte den Cut und wurde mit -1 geteilte 44. Für Esther Henseleit reichte es leider nicht. Sie scheiterte am Cut.

Spaun mit erstem Sieg beim 147. Versuch, McIlroy scheitert am Cut

Auch wenn es angesichts des Damen-Majors medial ein wenig unterging, hat auch die PGA Tour am Wochenende einen Sieges-Debütanten gesehen. J.J. Spaun aus den USA hat die Gelegenheit genutzt, dass ein Großteil der Golfer-Prominenz die Texas Valero Open auslässt, um sich besser auf das Masters in Augusta vorbereiten zu können.

Mit einem Ergebnis von -13 sicherte er sich den Sieg vor dem „doppelten Matt“ – nämlich den Kollegen Jones (Australien) und Kuchar (USA) – und damit vor zwei Golfern, die bei allen Buchmachern höher im Kurs standen als der 31-Jährige aus Kalifornien. Für Spaun war es der erste PGA-Erfolg bei seiner 147. Teilnahme.

Rory Mcilroy nach seinem Schlag
Für Rory McIlroy reichte es nicht zum Cut (Foto: Getty)

Mit Sicherheit genauso schön wie der Turniersieg selbst ist für ihn die Tatsache, dass er damit noch auf den letzten Metern ein lange nicht für möglich gehaltenes Ticket für das Masters in Augusta gesichert hat. Dort trifft er unter anderem auf den Österreicher Sepp Straka, der dies ja mit seinem Erfolg auf der Honda Classic möglich gemacht hatte.

A propos Österreichische Golfer: Matthias Schwab nutzte die günstige Gelegenheit auf der Texas Valero Open immerhin zu einer Top-Ten-Platzierung: Er wurde geteilter Achter. Beim Deutschen Stephan Jäger reichte es leider nicht für den Cut. Damit befindet er sich allerdings in guter Gesellschaft: Der Nordirische Superstar Rory McIlroy musste ebenfalls nach zwei Tagen abreisen – mit +1 notierte er sogar das gleiche Ergebnis wie Jäger.

Titelbild: AFP

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