In einem spannenden Playoff beim WGC-FedEx St. Jude Invitational am vergangenen Wochenende behielt Abraham Ancer die Nerven und setzte sich gegen die Konkurrenz durch. Anderen Spielern gelang das im Laufe der Finalrunde jedenfalls nicht.

Zu Beginn des letzten Spieltags beim WGC-FedEx St. Jude Invitational sah es ganz danach aus, als würde die Entscheidung zwischen Bryson DeChambeau und Harris English fallen. Die beiden Profis lieferten sich über die Dauer des Turniers ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, doch am Ende hatte keiner von ihnen etwas mit dem Sieg zu tun.

Denn aufgrund zu langsamen Spiels erhielt die Gruppe um DeChambeau und Harris eine Verwarnung, die wohl den Startschuss für ihre schwindende Konzentration gab. Kaum ein Schlag wollte mehr so wirklich sitzen. „Ich mag das Gefühl nicht, gestresst zu werden, aber darin muss ich besser werden“, so Harris über seine Spielweise nach der Verwarnung. Seine alleinige Führung war nach zwei Doppel-Bogeys und einem Bogey Geschichte. Er verpasste nach einem missglückten Birdieputt die Chance auf das Playoff.

Auch DeChambeau verzeichnete nach der Mahnung einen deutlichen Leistungseinbruch. Ein Triple-Bogey am elften Loch machte all seine Hoffnungen auf die zweite Trophäe in diesem Jahr zunichte. Dafür überzeugten drei andere Spieler und zogen ins Playoff: Abraham Ancer, Sam Burns und Hideki Matsuyama spielten noch zwei weitere Löcher, bis letztlich die Entscheidung fiel.

Historisches Desaster: 13 Schläge auf Par-3-Loch

Nachdem Burns und Matsuyama nur Par spielten und Ancer ein Birdie gelang, triumphierte dieser zum ersten Mal in seiner Karriere auf der PGA Tour und European Tour. Mit seinem Sieg will der Mexikaner ein Vorbild und eine Inspiration für Kinder in seinem Heimatland sein: „Ich weiß, dass der mexikanische Golfsport an deutlich besserer Stelle ist als noch vor einigen Jahren, aber ich denke, es wird noch besser. Hoffentlich wird diese Woche einige Kinder inspirieren, rauszugehen, Golf zu spielen, das Spiel kennenzulernen und generell den Golfsport wachsen zu lassen.“

Am anderen Ende der Rangliste findet sich Si Woo Kim nach einem Debakel am elften Loch wieder. Das Par-3-Loch erinnert an das gefürchtete 17. Loch im TPC Sawgrass, mit dem die Spieler in jedem Jahr zu kämpfen haben. „Alle guten Dinge sind 13“, das dachte sich wohl zumindest Kim, der diese Anzahl an Schlägen vom Abschlag bis zum Loch benötigte. Seit 1983 hatte kein Spieler auf der PGA Tour an einem Par-3-Loch so viele Schläge benötigt (Majors ausgenommen). Damit schrieb der Südkoreaner Geschichte, auf die er sicherlich gerne verzichtet hätte.

Titelbild: Getty Images

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