Nelly Kordas Erfolgsserie dauert weiter an: Nach dem Major gelang ihr mit der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio nun ein weiterer Meilenstein. Für die deutschen Teilnehmerinnen nahm das Turnier nach einem soliden Auftakt ein eher enttäuschendes Ende.

Und schon wieder schnappte sie zu. Nelly Korda scheint derzeit unaufhaltsam. Das bewies sie nun bei den Olympischen Spielen, bei denen sie sich mit einem Schlag Vorsprung die Goldmedaille sicherte. Bei den Kordas wurde damit ein neues Kapitel aufgeschlagen, denn in der sportlich erfolgreichen Familie ist dies noch niemandem gelungen. Jessica Korda platzierte sich auf dem geteilten 15. Rang und schloss ihre jüngere Schwester nach dem Sieges-Putt als erste in die Arme.

Bereits nach der zweiten Runde setzte sich die US-Amerikanerin mit vier Schlägen Vorsprung von der Konkurrenz ab. Bis zur finalen Runde sollte sich daran auch kaum etwas ändern. Mit Lydia Ko und Mone Inami spielten sich dann allerdings zwei Spielerinnen in Richtung Ranglistenspitze, die Korda doch etwas zittern ließen. Erst auf dem letzten Grün entschied sich Kordas Goldmedaillen-Gewinn durch einen Patzer von Inami.

Für die ging es dann ins Playoff gegen Ko, in dem sich letztere geschlagen geben und mit der Bronzemedaille vorliebnehmen musste. Nach Hideki Matsuyamas verpasster Platzierung auf dem Treppchen bei dem olympischen Golfturnier der Herren konnte Inami also eine Medaille für das Gastgeberland holen. Die USA zeigte ihre Golf-Dominanz mit zwei Goldmedaillen durch Xander Schauffele und Korda erneut.

Popovs Blick auf Major-Titelverteidigung gerichtet

Ein trauriges Ende nahmen die Spiele für die indische Proette Aditi Ashok, die in den ersten Runden Hoffnungen auf eine erste Goldmedaille für ihre Heimat machte. Trotz einer 68er Runde konnte sie nicht mit der Konkurrenz mithalten und belegte mit 15 unter Par und nur zwei Schlägen Rückstand auf die Siegerin den vierten Platz.

Ebenso enttäuschend verlief das Turnier nach einem soliden Auftakt für Sophia Popov und Caroline Masson. Nachdem Masson nach einer starken dritten Runde Ambitionen auf eine Top-Platzierung anmeldete, ging sie am Finaltag mit 75 Schlägen ins Clubhaus. Popov spielte die ganzen vier Tage über konstant, womit sie allerdings nie ernsthaft etwas mit einer Platzierung auf den oberen Rängen zu tun hatte. Am Ende war es der geteilte 40. Platz für beide deutschen Spielerinnen.

Dennoch reisen sie dankbar für die Erfahrung aus Tokio ab und insbesondere Popov richtet den Blick bereits ins schottische Carnoustie, wo sie in knapp zwei Wochen ihren Major-Titel bei den British Open verteidigen wird. Hoffentlich läuft es dort etwas besser für die erste deutsche Major-Siegerin. „Ich weiß, woran ich arbeiten muss in den nächsten Wochen“, so ihr Fazit der Olympischen Spiele.

Titelbild: AFP

Kommentar hinterlassen

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.