Mit der letzten Runde der US Open ist nun auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio zu einem Ende gekommen. Zahlreiche Spieler bekommen die Möglichkeit, nach Japan zu reisen und dort für ihr jeweiliges Land aufzuteen. Doch die Frage ist nicht nur, wer die Chance bekommt, sondern auch, wer sie wahrnimmt.

Bereits mehrere Spieler sagten in den vergangenen Monaten ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen in diesem Jahr ab. Allen voran Dustin Johnson, dem die Spiele offenbar mal so gar nicht in den Terminkalender passen. Im März gab der Profi, der zuletzt die Weltranglistenführung an Jon Rahm abgeben musste, bekannt, dass sein Fokus in diesem Jahr auf anderen Turnieren liege.

2016 war der US-Amerikaner nicht im Olympia-Feld zu sehen, da damals das Zika-Virus in Brasilien grassierte. Auch Adam Scott trat die Reise vor fünf Jahren aus diesem Grund nicht an und schließt sich in diesem Jahr ebenfalls Johnson an. Der Australier will die Pause lieber für Familienzeit nutzen, die unter dem vollen Terminkalender der PGA Tour schon etwas leiden kann.

Welche deutschen Spieler reisen nach Tokio?

Ganz im Gegensatz zu Scott freuen sich die Australier Cameron Smith und Marc Leishman über die Chance, an dem Turnier teilnehmen zu können. „Natürlich will man Gold holen, aber ich hätte nie zu träumen gewagt, einmal die Chance zu haben, eine olympische Medaille zu gewinnen“, so Leishman über die Möglichkeit der Teilnahme.

60 Spieler werden im Teilnehmerfeld der Olympischen Spiele zu sehen sein und hatten bis einschließlich zur US Open die Gelegenheit, sich zu qualifizieren. Der Weltranglistenstand vom 21. Juni war also ausschlaggebend für die Qualifikation. Die 15 Top-Spieler der Liste dürfen zu den Olympischen Spielen reisen – die Einschränkung dabei ist, dass es aus einem Land maximal vier Spielern gestattet ist, teilzunehmen. Die weiteren Startplätze werden an die Spieler aus Nationen gegeben, die nicht bereits zwei qualifizierte Profis im Feld haben.

Auch für Deutschland werden zwei Golfer an den Start gehen. Martin Kaymer liegt derzeit auf dem 99. Platz der Weltrangliste und ist damit der bestplatzierte Deutsche. Den gemeinsamen Weg nach Tokio könnte Stephan Jäger mit ihm beschreiten, denn der Korn-Ferry-Tour-Spieler ist mit dem 114. Rang der am zweitbesten platzierte deutsche Golfer. Derzeit ist allerdings nicht klar, ob Jäger den Startplatz annehmen wird. Anstelle von Jäger würde andernfalls Maximilian Kieffer treten, insofern dieser nach Tokio reisen will.

Welche Spieler nun sicher an den Olympischen Spielen teilnehmen werden, wird sich in den kommenden Stunden oder Tagen zeigen, wenn die International Golf Federation die endgültige Liste aller internationalen Qualifikanten veröffentlicht.

Foto: Chaay_tee – stock.adobe.com

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