Das WAGC Weltfinale in Thailand: Spektakuläre Plätze und eine unvergessliche Golf-Reise

Die großen Buchstaben WAGC auf einem Golfplatz

Die Teilnahme am Weltfinale der WAGC Turnierserie war für unseren Autor ein echtes Highlight. In seinem großen Report berichtet er nicht nur von einer faszinierenden Golf-Woche in Thailand, sondern stellt auch die Turnierserie genauer vor. Denn aufgepasst: Die Chancen auf eine Finalteilnahme stehen gar nicht schlecht.

Die Saison 2023 ist zu Ende und wir Golfer fiebern bereits den nächsten sonnigen Tagen und den Turnieren im Jahr 2024 entgegen.

Wer sportlich ambitioniert ist, kann sich schon einmal Gedanken machen, ob er im kommenden Jahr nicht bei den über die ganze Saison stattfindenden Qualifikationsturnieren der WAGC Germany Championship teilnehmen möchte. Geht es doch am Ende um den Gewinn eines Tickets zur Teilnahme am Weltfinale. Hier werden die Gewinner der jeweiligen Handicap Klassen auch im Jahr 2024 wieder eine Woche in Phuket/Thailand auf den besten Plätzen vor Ort an vier Turniertagen den Sieger des Weltfinales ermitteln.

Ich durfte dieses Jahr im November in Thailand teilnehmen und kann von einer erlebnisreichen und beeindruckenden Reise berichten. Doch vorab einmal zur Turnierserie selbst.

Die Gruppensieger reisen zum Weltfinale in Phuket

Wer kennt sie nicht? Die „großen“ Amateurturnierserien von BMW, Porsche, Mercedes und einige mehr, bei denen man sich für ein Europa- oder Weltfinale qualifizieren kann.

Die meisten dieser Turniere sind Einladungsturniere der „Big Player“ und man hat selten das Glück, einen Startplatz zu ergattern. Bei manchen – wie z. B. BMW – besteht zudem dann auch nur die Möglichkeit, an EINEM der Qualifikationsturniere teilzunehmen, um dann zum Halbfinale, dem Deutschlandfinale und dem Weltfinale als absolutes Highlight zu gelangen.

Ein spektakulärer, hügeliger Golfplatz
Red Mountain Golf Club

Anders verhält es sich bei der WAGC Turnierserie, die bereits seit mehr als 15 Jahren ausgetragen wird, aber dennoch nicht bei allen bekannt ist.

Der Spielmodus und die Handicap Gruppen

Bei der WAGC Turnierserie finden während der Saison in der Regel in den Monaten von Mai bis August zahlreiche Turniere in vielen deutschen Clubs statt. Ausgetragen werden diese als vorgabewirksame Turniere im Qualifikationsmodus und in fünf verschiedenen Handicap-Klassen.

Teilnehmen können aber auch Spieler mit einem Handicap von mehr als 36. Diese werden mit HC 36 gewertet. Sie haben während der Saison die Möglichkeit, sich in die nächste Handicap-Klasse herunter zu spielen. So wahren sie die Chance auf die Teilnahme am Weltfinale.

In den Qualifikationsturnieren kommen die ersten drei der jeweiligen Gruppe ins Halbfinale. Darüber hinaus gibt es Sachpräsente als Teilnahme-Preise. Die Deutschland-Semifinalturniere werden anschließend auf fünf verschiedenen Plätzen ausgetragen. Die Termine für 2024 stehen allerdings noch nicht fest.

Bäume und Sandbunker auf einem Golfplatz
Aquella Golf Club

Bei diesen Semifinalturnieren qualifizieren sich wiederum die ersten drei der jeweiligen Klasse für die Teilnahme am Deutschlandfinale. Dieses ist bereits terminiert. Es findet am 21. und 22. September 2024 wieder im Golfclub Oberaula in Hessen statt. Wie man sieht, sind die Chancen, sich für das Deutschlandfinale zu qualifizieren, gar nicht mal so schlecht.

In Oberaula erwartet die Teilnehmer ein durchaus anspruchsvoller Platz, der stark auf und ab geht und ziemlich eng ist. Der Gewinner der Handicap-Klasse F gewinnt hierbei ein Sailing-Wochenende auf der Sonneninsel Mallorca.

Wer sich als Sieger seiner Klasse durchsetzen kann, erhält nicht nur wertige Sachpreise, sondern auch das Ticket zur Teilnahme am Weltfinale. Im kommenden Jahr findet dies vom 26.10. bis zum 03.11. erneut in Thailand statt. Das Finalticket beinhaltet die Übernahme der Kosten für Unterkunft, Turnierteilnahme, alle Transfers sowie eine Anreisepauschale (z. B. für den Flug) in Höhe von 800,00 Euro.

Thailand – Ein Golfer-Paradies mit klimatischer Herausforderung

Dieses Jahr hatte sich eine tolle Gruppe zusammengefunden und sich auf den Weg zum Weltfinale nach Asien gemacht. Die Unterbringung erfolgte in dem tollen Angsana Laguna 5-Sterne-Hotel, das direkt am Bang Thao Beach liegt.

Ein Golf-Team mit Deutschland-Fahnen
Die deutsche Delegation in Phuket

Wir sind bereits einige Tage früher angereist. Andere kamen erst später. Die Verlängerung geht natürlich auf eigene Kosten, lohnt sich aber. Hier konnte man auch mit einem kostenlosen Bootsshuttle innerhalb der Lagune zu den verschiedenen Anlegestellen pendeln. Unter anderem auch direkt zum Laguna Golfclub, der nah am Hotel lag.

Wir nutzten die Tage vor der eigentlichen Turnierwoche also, um uns an die tropischen Verhältnisse mit ungeheurer Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen. Außerdem haben wir einige Tage versucht, auch ein wenig von Land und Leuten kennenzulernen. Denn in der eigentlichen Turnierwoche ist alles stramm durchorganisiert und man lebt im Grunde das Thema Golf.

Panoramabild eines Golfplatzes
Blue Canyon Country Club

Die Insel Phuket ist beeindruckend und die Menschen dort ausgesprochen freundlich. Wo man auch hinkommt: Begegnet man den Menschen mit einem Lächeln, wird es einem um ein Vielfaches zurückgegeben.

Nach den intensiven Erfahrungen im Vorfeld der Finalwoche fassten wir auf jeden Fall den Vorsatz, noch einmal dorthin zu reisen. Vor Ort sollte man sich auf jeden Fall (nicht nur nach dem Golfspiel) auch die eine oder andere Thai-Massage gönnen. Der Körper dankt es einem.

Den vier Turniertagen gingen dieses Jahr auch zwei Tage mit Einspielrunden auf den verschiedenen Turnierplätzen voraus. Es ist nicht unterschätzen, wie einen sechs Tage Golf in diesem Klima tatsächlich schlauchen. Die Zeitverschiebung tut ihr Übriges dazu.

Ein Teich auf einem Golfplatz
Laguna Golf Club

An den sechs Golf-Tagen ist man auf wirklich anspruchsvollen Plätzen in Phuket unterwegs, welche mit hiesigen Anlagen nicht zu vergleichen sind. Es spielt sich dort wirklich deutlich anders als in Deutschland. Als Turnierplätze auf dem Programm standen der Laguna Golf Club Phuket, der Red Mountain Golf Club, der Aquella Golf Club und der Lakes Kurs des Blue Canyon Country Club. Allesamt anspruchsvoll und mit teilweise spektakulären Spielbahnen. Auf die verschiedenen Anlagen gehe ich in gesonderten Artikeln ein.

Das Programm war richtig stramm

Bereits um 5 Uhr wurde gefrühstückt. Da Thailand Deutschland um sechs Stunden voraus ist, war das schon eine Herausforderung. 30 Minuten später ging es in den Transferbus zum jeweiligen Golfplatz, auf dem man für sein Turnier eingeteilt war. Ein herzliches Willkommen der Caddies der jeweiligen Anlage läutete dann den Turniertag ein. Ein tolles Erlebnis, auf diese Weise empfangen zu werden.

Angestellte eines Hotels stehen Spalier
Freundlicher Empfang um 6.30 Uhr auf dem Golfplatz

Dort angekommen, wartete bereits die nächste körperliche Herausforderung. Schon am frühen Morgen um 6.30 Uhr herrschten Temperaturen von ca. 35 Grad und eine unglaubliche Luftfeuchtigkeit. Um 7.00 Uhr war es dann so weit und es hieß: Tee off.

Viel Zeit zum Einspielen auf der Range gab es also nicht, denn man musste ja noch bis zum jeweiligen Tee auf dem Platz fahren, um zeitig zum Kanonenstart vor Ort zu sein.

Unbedingt auf die Caddies hören

In Phuket wird meist obligatorisch mit Carts und in jedem Fall mit Caddies gespielt. Das hat gute Gründe und dient nicht lediglich der Arbeitsplatzbeschaffung. Die allermeisten der Caddies sind absolut fit und wissen, wovon sie reden. Sie kennen die Grüns und deren Breaks und wissen, um die Gefahren, die auf dem Platz lauern. Spätestens nach zwei gespielten Bahnen kennen die Caddies deine Spielstärke und können genau sagen, mit welchem Schläger man am besten wo hin spielen sollte.

Viele Golfcarts
Die Carts für die Turnierteilnehmer

Darüber hinaus spielt man manchmal auch auf Anlagen, auf denen es wirklich nicht sinnvoll ist, einem ins Dickicht gespielten Ball hinterher zu jagen. Es tummelt sich einfach zu viel giftiges Getier in den Büschen. Bereits wenige Meter abseits des Fairways kann man von Schlangen oder anderen gefährlichen Tieren angegriffen werden.

Auf dem Grün angekommen, sollte man sich keinesfalls auf seine eigene räumliche Orientierung verlassen, sondern lieber auf die Caddies hören. Ein ums andere Mal geht es nämlich in die komplett andere Richtung und kostet wichtige Schläge.

Nach der Runde traf man sich noch zum gemeinsamen Essen im Restaurant des Clubhauses, bevor es dann im klimatisierten Bus wieder zurück ins Hotel ging. Gemeinsam wurden nach den Runden dann die Erlebnisse und Ergebnisse auf dem Platz ausgetauscht und abends die eine oder andere Beach Bar unsicher gemacht. Die Sonnenuntergänge am Meer waren legendär und die Reise verlangt eine Wiederholung.

Ein romantischer Sonnenuntergang über dem Meer

Alles in Allem ist die WAGC Championship Turnierserie ein lohnenswertes Event und sorgt für unvergessliche Eindrücke. Die Turniertermine für das Jahr 2024 stehen zwar noch nicht fest, aber man kann sich auf der Webseite https://www.wagc-germany.de auf dem Laufenden halten.

Fotos: Jens Albrecht

3 Kommentare

  1. Jens, das hast du sehr gut gemacht, dafür bekommst du von mir 5 v. 5 Golfbälle.

  2. Jens, ich habe die Homepage Adresse mit deinem Bericht an ein paar meiner Golffreunde(innen) verschickt. Die erste Personen hat mir Feedback gegeben und ebenfalls mit 5* v. 5* bewertet. Gruß Wojciech ⛳️

  3. Lieber Jens, hein herzliches Dankeschön für den sehr ausführlichen und informativen Text. Wir freuen uns bereits auf die WAGC-Saison 2024 und auf das unvergessliches Event in Thailand-Phuket.
    Alle Informationen zum World Amateur Golfer Championship unter: http://www.wagc-germany.de
    Herzliche Grüße Andrea und Ralph Braun

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