Corona-bedingt mussten einige Turniere der European Tour verschoben oder abgesagt werden. Mit der Austrian Golf Open wurde ein Ersatzturnier im Diamond Country Club im niederösterreichischen Atzenbrugg gefunden. Ob Matthias Schwab damit einen Heimvorteil hat?

Im vergangenen Jahr lag die internationale Aufmerksamkeit bereits zum ersten Mal auf dem niederösterreichischen Diamond Country Club, der als Austragungsort des European-Tour-Comebacks aus der Corona-Pause fungierte. Mit der dieswöchigen Ausgabe des Turniers springt der Golfclub nun für das Portugal Masters ein, das aufgrund der akut hohen Zahlen in Portugal vorerst verschoben werden musste. Atzenbrugg rückt erneut in den Fokus.

Eine kurze Anreise also für Matthias Schwab, der sich mittlerweile durchaus als ein Aushängeschild des österreichischen Golfsports betrachten darf. Bis vor einigen Jahren hatte das Land in der Golf-Welt nur wenig Aufmerksamkeit, die sowohl durch Schwab als auch Bernd Wiesberger auf der PGA Tour größer wurde.

Schwab zieht Kraft aus Österreichs Natur

Das von Bergen und Seen gekennzeichnete Land mit erstklassigen Golfplätzen hat Schwab nach eigenen Angaben stark in seiner Persönlichkeit und seinem Spiel geprägt. Ob er dadurch einen Vorteil im Diamond Country Club hat, wird sich zeigen. Bei vergangenen Turnieren machte der 26-Jährige mit Top-Ten-Platzierungen auf sich aufmerksam und durfte bereits bei der PGA Championship und der US Open Major-Luft schnuppern. Seine 71er Runde am ersten Spieltag beschert dem Österreicher aktuell den geteilten 21. Rang.

Major-Turniere konnte Martin Kaymer bereits für sich entscheiden, bis ihn allmählich eine Siegesflaute traf, die bis heute anhält. Trotz starker Leistungen reichte es in den vergangenen Jahren nicht bis zu Spitze. Doch seit diesem Jahr scheint es besser für den Deutschen zu laufen und er startet zuversichtlich in die Austrian Golf Open.

Kaymer will sich zum Ryder Cup kämpfen

Vor dem Turnier zeigt sich der zweifache Major-Champion selbstbewusst und gewillt, an seine früheren Zeiten als Weltranglistenerster anzuknüpfen. Eigenen Angaben zufolge befindet er sich auf einem guten Weg und hat die Hoffnung auf den Ryder Cup noch nicht aufgegeben.

„Der Ryder Cup ist eine große Sache und es war sehr schmerzhaft, in Frankreich nicht dabei sein zu können. Ich weiß, dass ich derzeit ziemlich weit davon entfernt bin, aber ich habe das Gefühl, dass ich gerade viele Dinge tue, um einen guten Sommer zu haben“, so Kamyer vor dem Turnier. Die richtige Denkweise hat der 36-Jährige jedenfalls, nun müssen seinen Worten nur noch Taten folgen.

Mit der ersten Runde stellte der Deutsche dies bereits unter Beweis, denn mit vier unter Par liegt er derzeit auf dem geteilten zweiten Platz und der Rückstand auf den Führenden Alejandro Canizares beträgt dabei nur einen Schlag.

Foto: European Tour

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