Auf der Challenge Tour ging es am vergangenen Wochenende um die begehrten 20 Plätze, mit denen sich die Golfer die Spielberechtigung für die höhere Klasse sichern konnten. Vier deutschen Spielern gelang dieser Erfolg und auch bei den Damen hatte Olivia Cowan erneut Grund zur Freude.

Das Challenge Tour Grand Final war für zahlreiche Spieler die letzte Chance, um sich das Ticket für die kommenden Saison auf der European Tour zu holen. Mit Yannick Paul, Marcel Siem, Marcel Schneider und Hurly Long schafften dies gleich vier deutsche Teilnehmer.

Ersterer verpasste den Sieg bei dem Saisonfinale nur knapp und musste am Ende mit dem geteilten zweiten Rang vorliebnehmen. Da er als 19. in der Gesamtwertung in das Turnier startete, war ihm ein Platz in den Top 20 der Saison sicher. Aus dem 19. wurde durch die starke Leistung am vergangenen Wochenende ein neunter Rang.

Ganz so gut lief es für Long beim Saisonfinale nicht. Zwar konnte auch er sich das Ticket für den Tour-Aufstieg sichern, dies war allerdings eher dem Versagen der Konkurrenz geschuldet, als eigener Top-Leistungen. Der 43. Platz im T-Golf & Country Club sorgte für einen 17. Rang in der Saisonwertung. Auch Siem und Schneider dürfen sich auf die bevorstehende Spielzeit auf der European Tour freuen.

Pieters holt fünften European-Tour-Titel

Auf dieser geht es ebenfalls stark in Richtung des Saisonendes. Das Portugal Masters war das letzte Turnier auf europäischem Boden, bis es in dieser Woche für die Spieler nach Dubai geht. Dort steht ihnen zunächst die AVIV Dubai Championship und daraufhin die abschließende DP World Tour Championship bevor.

In Portugal triumphierte mit Thomas Pieters ein erfahrener European-Tour-Spieler zum fünften Mal. Zu Beginn der finalen Runde im Dom Pedro Victoria Golf Course sah es danach aus, als würde Matthieu Pavon das Turnier für sich entscheiden, doch die Führung fand mit drei Schlägen ins Wasser ein dramatisches Ende.

Thomas Pieters hält die Trophäe des portugal Masters
Foto: European Tour

Pieters nutzte die Fehler des Franzosen, um sich an die Spitze des Leaderboard zu spielen und verweilte dort bis zum Ende. Für ihn war es der erste Sieg seit seinem Triumph beim D+D Real Czech Masters 2019. „Zwei Jahre sind eine lange Zeit. Ich habe in der Zwischenzeit ein Kind bekommen, das mittlerweile spricht und herumläuft. Es fühlt sich wie eine Ewigkeit an“, spricht Pieters über die sieglose Phase. Mit dem Top-Ergebnis sichert sich der Belgier einen Platz bei dem begehrten Tour-Finale.

Thitikul ist Saisonsiegerin auf der Ladies European Tour

Bei den Damen steht die Siegerin der Saison mit Atthaya Thitikul bereits fest. Dank ihres Vorsprungs in der Gesamtwertung und eines zweiten Platzes bei der Saudi Ladies International am vergangenen Wochenende kürte sich die Thailänderin bereits vor dem Finale Ende November zur Saisonbesten. Dass eine der anderen Spielerinnen durch Top-Platzierungen noch an die Führende herankommt, ist ausgeschlossen, weshalb Thitikul bereits vor dem letzten Turnier feiern durfte.

Grund zur Freude hatte auch Olivia Cowan. Die Deutsche konnte mit einem geteilten fünften Rang erneut überzeugen und sicherte sich ihre dritten Top-Ten-Platzierung innerhalb der letzten fünf Turnierteilnahmen. Im Race to Costa del Sol gelang ihr der Sprung auf den sechsten Platz und könnte bei weiteren Top-Ergebnissen ihre beste Saison auf der Ladies European Tour abschließen. Damit macht die Proette Hoffnung auf mehr starke Leistungen.

Langer im Gesamtranking weiterhin in Führung

An seinen Erfolg aus der Vorwoche konnte Bernhard Langer bei der TimberTech Championship am vergangenen Wochenende zwar nicht anknüpfen, seiner Führung in der Saisonwertung der PGA Tour Champions kann das allerdings nichts anhaben. Noch immer liegt der Deutsche vor Jim Furyk, der mit einem geteilten zweiten Platz am Wochenende allerdings etwas Druck auf Langer ausübte.

Dieser belegte nach vier Top-Ten-Ergebnissen in Folge den elften Rang in Boca Raton, Florida. Sollten weder Furyk noch Miguel Angel Jimenez oder Ernie Els bei der Charles Schwab Cup Championship und damit dem bevorstehenden Finale im Phoenix Country Club gewinnen, darf Langer seinen sechsten Saisonsieg feiern.

Viktor Hovland verteidigt seinen Titel

Auf der PGA Tour, die im Vergleich zu den restlichen Touren, bereits seit einigen Wochen wieder in vollem Gange ist, konnte Viktor Hovland seinen Titel verteidigen. Bei der World Wide Technology Championship at Mayakoba konnte der Norweger die Trophäe zum zweiten Mal in Folge in die Luft recken.

Bereits zu Beginn der Abschlussrunde verlieh Hovland seinen Ambitionen mit drei Birdies auf der Front Nine Ausdruck und konnte bis zum Ende an diese starken Leistungen anknüpfen. Mit dem Sieg klettert der 24-Jährige auf den zehnten Platz in der Weltrangliste.

Titelbild: AFP

Kommentar hinterlassen

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.