Acciona Open de España: Der Lokalmatador kehrt in seine Arena zurück

Jon Rahm schwenkt die Kappe

Bei der Open de España gab es zuletzt vier Heimsiege in Folge und drei davon fuhr Jon Rahm ein. Auch diesmal geht der Dominator der vergangenen Ausgaben wieder an den Start. Die Favoritenrolle ist in Madrid deshalb klar verteilt.

Bei der nationalen Open seines Heimatlandes ließ Rahm zuletzt keinerlei Zweifel aufkommen, wer das Zepter in der Hand hält. Im vergangenen Jahr gewann er mit sechs Schlägen Vorsprung, bei der Ausgabe 2019 waren es fünf. Auch diesmal sind bei dem Event der DP World Tour natürlich alle Augen auf den Weltranglistendritten gerichtet.

Nur 2021 musste sich Rahm mit dem geteilten 17. Platz begnügen. Einen spanischen Heimsieg gab es seinerzeit trotzdem: Rafa Cabrera-Bello setzte sich im Playoff gegen Landsmann Adri Arnaus durch. Beide treten auch diesmal an und gehören zu einer starken Heimfraktion: Mit Spielern wie Adrian Otaegui, Jorge Campillo, Alejandro Del Rey, Pablo Larrazábal oder Nacho Elvira sind die Spanier vielversprechend aufgestellt. Die größte Hoffnung der Gastgeber bleibt aber natürlich Rahm.

Einer von dessen Teamkollegen beim europäischen Ryder-Cup-Triumph hat sich ebenfalls angemeldet: Justin Rose ist als ehemaliger Weltranglistenerster der andere ganz große Name bei der Open de España. Nach seinem überzeugenden Auftritt in Rom zählt er nun in Madrid zum engeren Favoritenkreis.

Das gilt auch für Yannik Paul, der einer von acht Deutschen im Teilnehmerfeld ist. Die anderen sieben sind Nick Bachem, Nicolai von Dellingshausen, Maximilian Kieffer, Alexander Knappe, Marcel Schneider, Freddy Schott und Marcel Siem. Aus der DACH-Region sind außerdem der Schweizer Jeremy Freiburghaus und der Österreicher Lukas Nemecz dabei.

Traditionsturnier in der spanischen Hauptstadt

Bei der Open de España handelt es sich um einen der traditionsreichsten Wettbewerbe auf der DP World Tour. Die erste Ausgabe datiert aus dem Jahr 1912. Seit die ehemalige European Tour 1972 den Betrieb aufgenommen hat, ist das Turnier ein fester Bestandteil ihres Programms.

Austragungsort ist seit 2019 der Club de Campo Villa de Madrid. In der spanischen Hauptstadt wartet ein hügeliger Par-71-Kurs, der 7.154 Yards (6.542 Meter) lang und von Bäumen gesäumt ist. Rahm gewann hier mit −25 und −22, Cabrera-Bello mit −19. Zu erwarten sind also niedrige Scores.

Sollte Rahm tatsächlich seinen vierten Sieg davontragen, wäre er übrigens immer noch nicht Rekordchampion der Open de España. Er zog zwar im vergangenen Jahr mit seinem Idol Severiano Ballesteros gleich, doch an der Spitze thront Ángel de la Torre mit fünf Titeln zwischen 1916 und 1925.

Foto: AFP

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