Heute, am Equal Pay Day, wirft 123golfsport einen Blick auf den Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen im Profigolf. Das Ergebnis ist erwartbar. Ein Plädoyer für mehr Gleichberechtigung.

Zwei Tage nach dem Internationalen Frauentag ist heute Equal Pay Day. Wenn man das durchschnittliche Einkommen der Männer von Jahresbeginn bis zum heutigen Tag, den 10. März, abzieht, erst dann deckt es sich mit dem durchschnittlichen Einkommen der Frauen weltweit. Mit anderen Worten: Bis heute haben die Frauen dieser Welt umsonst gearbeitet.

Dass es eklatante Ungleichbehandlungen auch im Golfsport gibt, ist längst bekannt. Sexismus in internationalen Golfklubs ist leider nach wie vor nicht selten. Totalausfälle wie jener von Rudy Giuliani, der öffentlich von der Wäsche von Profigolferin Michelle Wie schwärmte, sind nur die Spitze des Eisbergs. Wie weit der Weg zu einem flächendeckend seriösen Umgang mit Golferinnen ist, zeigt auch die Tatsache, dass ein bekanntes Golfmagazin zwar beklagt, dass die weiblichen Athletinnen in diversen Online-Galerien auf Äußerlichkeiten reduziert werden, jenes Medium dabei aber selbst zu den obersten Suchmaschinen-Treffern zählt.

Tiger Woods mit dem fünffachen Preisgeld von Annika Sorenstam

Aber klammert man die Frage nach Respekt und Anstand einmal aus: Wie sieht es mit dem schnöden Mammon aus? Ein Blick auf das Gesamteinkommen der beiden renommiertesten Touren verdeutlicht die immer noch immense Ungleichheit bei den Preisgeldern. Sowohl PGA als auch LPGA veröffentlichen auf ihren Websites Rankings der „Career Earnings“, also aller eingespielten Gelder der bisherigen Laufbahn. Die Nummer 1 der Golf-Proetten, Annika Sorenstam (22,5 Millionen USD), hat demnach lediglich ein Fünftel ihres männlichen Pendants Tiger Woods (120, 8 Millionen USD) eingespielt.

Um einen Herren zu finden, der weniger verdient hat als die schwedische Golf-Legende Sorenstam, muss man schon weit nach unten scrollen: An Platz 72 liegt Tony Finau mit 22,4 Millionen USD. Die Top 10 der Männer kommen gemeinsam auf Preisgelder von 691 Millionen USD. Die zehn bestaufgestellten Frauen kommen „nur“ auf 157 Millionen USD. Damit ist die Lücke im Profi-Golf deutlich höher als in vielen anderen Branchen. Daher können wir uns nur wiederholen: Es ist noch ein weiter Weg.

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