Südafrikanische Dominanz bei Joburg Open: Burmester gewinnt vor Fichardt

Dean Burmester blickt in die Ferne

Beim Saisonauftakt der DP World Tour in Johannesburg machten die Gastgeber den Sieg unter sich aus. Im Finale nutzte Dean Burmester den Einbruch von Thriston Lawrence und setzte sich letztlich gegen Darren Fichardt durch. Nur ein Europäer konnte in die südafrikanische Phalanx einbrechen: Der englische Titelverteidiger Dan Bradbury spielte erneut oben mit und wurde dafür mit einem Major-Startplatz belohnt.

Drei Tage lang wirkte Lawrence wie der logische Champion der Joburg Open. Zwei Jahre nach seinem Sieg bei der verkürzten Ausgabe 2021 kam er perfekt in den Wettbewerb: Am Donnerstag übernahm er auf dem Par-70-Kurs im Houghton Golf Club mit einer 62 die Führung. Zwar verlor er diese am Freitag an seinen jungen Landsmann Nikhil Rama, doch schon am Samstag kehrte er wieder zurück an die Spitze des Leaderboards.

Burmester war dagegen eher schleppend mit einer 68 ins Turnier gekommen. Am Freitag lieferte er jedoch ebenfalls eine 62 ab und katapultierte sich damit ins Titelrennen. Nach einer weiteren 68 am Moving Day belegte er den alleinigen zweiten Rang hinter Lawrence, der zu diesem Zeitpunkt bei einem Zwischenergebnis von 15 unter Par stand. Der Abstand zwischen den beiden betrug drei Schläge.

Lawrence geht unter, Burmester profitiert

Doch am Sonntag schloss Burmester schnell zu Lawrence auf – und musste dafür nur Par spielen. Der Spitzenreiter erlebte ein Finale zum Vergessen. Nach einem Double Bogey auf der zweiten Bahn und einem Bogey auf der dritten herrschte bereits Gleichstand. Als Lawrence am fünften Loch einen weiteren Schlagverlust notieren musste, zog sein Flight-Partner mit dem ersten Birdie davon.

Fortan musste Burmester einen anderen Konkurrenten besonders im Auge behalten: Weiter vorne auf dem Platz präsentierte sich nämlich Fichardt in bestechender Tagesform. Der 48-jährige Routinier übte mit jedem Birdie Druck auf den Führenden aus.

Doch Burmester blieb fehlerlos: Am Sonntag unterlief ihm kein einziges Bogey. Insgesamt sechs Birdies führten zu einer 64 und dem souveränen Heimsieg. Sein Gesamtergebnis betrug letztlich −18, sein Vorsprung auf Fichardt drei Schläge.

Für Burmester war es der dritte Titelgewinn auf der DP World Tour. Im Race to Dubai taucht der 34-Jährige allerdings nicht auf, weil er sich im Februar für LIV Golf entschieden hatte. Die erste Edition der Saisonwertung wird deshalb von Min Woo Lee angeführt, der parallel die Fortinet Australian PGA Championship gewann.

Spitzentrio qualifiziert sich für The Open

Als Teil von The Open Qualifying Series gab es außerdem drei Startplätze für Royal Troon im Juli zu gewinnen. Neben Burmester und Fichardt qualifizierte sich Bradbury, der alleiniger Dritter wurde. Nach seinem Sensationssieg im Vorjahr war er erneut der beste Europäer im Feld.

Hinter dem englischen Titelverteidiger landeten Zander Lombard und Jacques Kruyswijk auf dem geteilten vierten sowie Rama auf dem alleinigen sechsten Rang – ein weiteres südafrikanisches Trio. Der enttäuschte Lawrence teilte sich am Ende den siebten Platz mit dem Malaysier Gavin Green.

Nur Knappe im Wochenende

Von dem Quartett aus der DACH-Region schaffte es nur einer ins Wochenende: Alexander Knappe lag nach drei Runden unter Par aussichtsreich auf dem geteilten 16. Rang. Leider kam er am Sonntag nicht über eine 71 hinaus und fiel damit auf den 24. Rang zurück – trotzdem ein achtbares Resultat. Die anderen beiden Deutschen waren zuvor am Cut gescheitert: Maximilian Rottluff knapp, Nick Bachem deutlich. Auch für den Schweizer Joel Girrbach war nach zwei Runden Schluss.

Foto: DP World Tour

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.