Nach einem langwierigen und doch spannenden Finale am gestrigen Sonntag ging Billy Horschel beim WGC-Dell Technologies Match Play als Sieger vom Platz. Der US-Amerikaner gewann mit 2:1 gegen seinen Landsmann Scottie Scheffler. Matt Kuchar holte sich den dritten Platz.

Billy Horschel startete unglücklich ins Spiel: Gleich der erste Abschlag des 34-Jährigen landete im Gebüsch. Das nutzte Scottie Scheffler aus und behauptete bis zum fünften eine Ein-Loch-Führung. Dann war Horschels Zeit gekommen: Er chippte an Loch fünf zum Birdie, sein Landsmann verpasste an Loch sieben einen Par-Put. Die Führung mit zwei Löchern ließ sich der Golfprofi schließlich nicht mehr nehmen.

Der WGC-Triumph ist der bisher sechste Sieg von Billy Horschel auf der PGA-Tour. In den Knockout-Runden hatte sich der 34-Jährige durch ein hochkarätiges Feld gekämpft. Gegen Kevin Streelman siegte er klar und auch gegen Tommy Fleetwood und Victor Perez setzte er sich überlegen durch. In den Jahren zuvor hatte Horschel schon einige Male am Sieg gekratzt, war jedoch immer ganz knapp an den späteren Gewinnern wie Rory McIlroy oder Jason Day gescheitert.

Horschel mit neuer Strategie zum Erfolg

Doch in diesem Jahr ließ sich der US-Amerikaner die Siegerkrone nicht mehr wegschnappen. Er habe daraus gelernt, knapp am Sieg vorbeigeschrammt zu sein: „Spiele den Platz, nicht den Gegner, konzentriere dich immer nur auf den nächsten Schlag und ignoriere das, was der Gegner macht“, erklärte der WGC-Champion seine neue und wohl erfolgreichere Strategie.

Scheffler hingegen fand gegen Horschel nie zu der Form, die er gegen Jon Rahm und Ian Poulter während der K.o.-Runden-Spiele am Samstag hatte. Dass der Court quasi Heimspiel für den 24-Jährigen bedeutete – vier Jahre hatte er an der University of Texas in Austin verbracht – kam Scheffler auch nicht zugute.

Kuchar besiegt Perez

Im Spiel um Platz drei standen sich Matt Kuchar und Victor Perez gegenüber. Perez musste gleich am ersten Loch ein Triplebogey hinnehmen, konnte das aber wieder ausgleichen. Durch einige Fehler und Birdies seines Gegners geriet der Franzose aber bis zu Loch zwölf in einen Vierpunkt-Rückstand, den er nicht mehr aufholen konnte.

Viele Favoriten waren beim WGC Matchplay bereits nach der Gruppenphase gescheitert. Bryson DeChambeau, Dustin Johnson und Justin Thomas hatten die K.o-Runde am Wochenende bereits verpasst.

Titelbild: trongnguyen – stock.adobe.com

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