Einigen Golferinnen und Golfern gelang nach Krankheit, Verletzung oder im hohen Alter noch einmal der ganz große Coup und sie feierten die größten Comebacks, die der Golfsport je gesehen hat.

Aus unterschiedlichen Gründen waren sie schon fast von der Bildfläche verschwunden und plötzlich stiegen sie wie Phoenix aus der Asche: Comeback-Profis haben in der Vergangenheit bereits mehrfach für Überraschungen und ordentlich Wirbel im Teilnehmerfeld gesorgt.

Ben Hogan: Vom Unfall zur US Open

Unter anderem Ben Hogan, der sich 1949 bei einer Karambolage mit einem Bus schützend vor seine Frau warf und daraufhin 59 Tage im Krankenhaus verbrachte. Seine Verletzungen zwangen den Profi zu 15 Monaten Golfpause, die ihm ganz offensichtlich aber kaum etwas anhaben konnten.

Denn 1950 stand er mit zwei bandagierten Beinen und seinem Eisen am 18. Loch bei der US Open und puttete sich zum Sieger des Major. Im darauffolgenden Jahr konnte er das Masters und die World Championship of Golf gewinnen sowie seinen US-Open-Titel verteidigen. Bis zum Ende seiner Karriere sollten noch drei Major-Siege folgen.

Phil Mickelson: „Leftie“ wird der älteste Major-Champion

Seit 2019 konnte Phil Mickelson keinen Triumph mehr auf der PGA Tour feiern und schlug entsprechend seines Alters auf der PGA Tour Champions ab. Im vergangenen Mai zeigte er dann allerdings, dass er es noch immer mit den stärksten Spielern der Welt aufnehmen kann.

Im Alter von 50 Jahren und elf Monaten gewann „Leftie“ die PGA Championship und schlug sich damit zum ältesten Major-Champion des Herrengolfs. Nur sieben Ü50-Profis spielten sich vor ihm bei PGA-Turnieren an die Spitze des Leaderboard.

Tiger Woods: Viele Dramen und ein Masters-Sieg

Verletzungen, Autounfälle, Affären, Medikamentenmissbrauch – Tiger Woods Liste an Negativ-Schlagzeilen ist lang. Ab 2009 ging es bergab mit dem Profi und für fast zehn Jahr wurde es erfolgstechnisch äußerst still um ihn.

Doch beim Masters Tournament 2019 war es dann soweit und die Golf-Legende sicherte sich ihre 14. Major-Trophäe. Damit hatte zu diesem Zeitpunkt wohl kaum jemand gerechnet und umso emotionaler war der Triumph für Woods.

Babe Zaharias: Dem Krebs getrotzt

Mit 48 professionellen Siegen zählt Babe Zaharias noch immer zu den stärksten Golferinnen aller Zeiten. 1953 wurde bei der US-Amerikanerin Darmkrebs diagnostiziert, weshalb sie sich einer Operation unterziehen und das Golfen vorerst auf Eis legen musste.

Nur ein Jahr später feierte Zaharias dann ihr Comeback auf der LPGA Tour bei der US Open. Sie trotzte dem Krebs und holte sich die begehrte Trophäe. 1955 erkrankte sie allerdings erneut und verstarb im Jahr darauf.

Sam Torrance: Ryder-Cup-Triumph nach 26 Jahren

1959 holte sich das US-amerikanische Team den Ryder Cup und sollte diesen für weitere 26 Jahre behalten. Erst 1985 gelang es den Europäern, den Pokal wieder auf ihren Kontinent zu holen.

Der entscheidende Putt kam dabei von Sam Torrance, der den Ball aus 5,5 Metern im Loch versenkte. Weitere drei Austragungen blieb die Trophäe bei der europäischen Mannschaft, bis sich die US-Amerikaner 1991 durchsetzen konnten.

Titelbild: AFP

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