Es ist WGC Match-Play-Zeit und jeder weiß, was das heißt. Die 64 derzeit besten Golfer der Welt spielen in einem Marathon von Einzelmatches den Sieger aus. Der 2019er Titelverteidiger Kevin Kisner wird sich strecken müssen, um seinen Titel zu verteidigen. Tag 1 hielt allerdings sogar schon Überraschungen bereit.

Es ist angerichtet. Die 64 Elite-Golfer wurden in 16 Gruppen verteilt. Hier spielt jeder gegen jeden. Die Gruppensieger spielen anschließend im K.O.-Modus weiter. Ein Festmahl für jeden Golf-Liebhaber. Da das Event im Austin Country Club 2020 wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, geht der 2019er Champion Kisner als Titelverteidiger an den Start. Der US-Amerikaner, der momentan Platz 34 in der Weltrangliste belegt, startete auch in diesem Jahr gut. In Gruppe 2 besiegte er den 12 Plätze höher rangierenden Südafrikaner Louis Oosthuizen.

In der gleichen Gruppe gab es eine faustdicke Überraschung. Die Nummer 2 der Welt, Justin Thomas, verlor gegen die Nummer 52, Matt Kuchar. Kuchar, der das Event 2013 gewann, hat offenbar Gefallen an dem Einzelmatch-Format. Fünf Birdies auf den ersten acht Löchern markierten einen beeindruckenden Start, bei dem Thomas nicht mithalten konnte.

Auch in Gruppe 5 staunte man nicht schlecht. Der Franzose Antoine Rozner (Rang 58), der zuletzt auf der European Tour für Furore gesorgt hatte, besiegte den Top-Ten-Dauergast Bryson DeChambeau. Nach zwölf Löchern lag Rozner mit drei Schlägen vorn. DeChambeau machte noch eines gut, doch Rozner blieb am Ende souverän und brachte seinen Vorsprung über die Ziellinie.

Spieth mit Überraschungssieg, McIlroy sucht seine Form

Keine Blöße gaben sich der momentane Branchen-Primus Dustin Johnson sowie der an 3 gesetzte Spanier Jon Rahm. Sie bezwangen Adam Long (61) beziehungsweise Sebastian Munoz (56) im jeweils ersten Gruppenspiel. Die Nummer 4 der Welt, Collin Morikawa, tat sich hingegen schwer. Gegen J.T. Poston (63) reichte es nur zu einem Unentschieden.

Weiter nach seiner Form von vor dem Lockdown sucht Rory McIlroy. Gegen den Engländer Ian Poulter, mit dem er beim Ryder Cup Seite an Seite spielen wird, hatte der Nordire keine Chance. Ein langer Schlag McIlroys landete in einem benachbarten Swimmingpool, einer in einem Wasserhindernis. Dafür pflegt Jordan Spieth das zart keimende Pflänzchen seiner aufstrebenden Formkurve sorgsam. Lediglich als Nummer 49 der Weltrangliste gestartet, legte der “Golden Boy” einen souveränen Auftakt-Sieg gegen den deutlich höher rangierenden Matt Fitzpatrick (15) hin.

Das Fazit des ersten Tages: Die Platzierungen der Weltrangliste haben bei den Einzelmatches nicht viel auszusagen. Bis kommenden Sonntag dauert das Mega-Event noch an und wird hoffentlich noch für brisante Duelle sorgen.

Foto: (getty)

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