Gestartet als Straßenhit in Australien, geendet als Nummer 1 in zahlreichen Ländern der Welt. „Dance Monkey“ stürmte 2019 die Charts mit einer gewaltigen Portion Ohrwurm-Potenzial. Warum das Musikvideo auf einem Golfplatz gedreht wurde, ist allerdings bis heute keinem so richtig klargeworden.

Tones and I, die mit gebürtigem Namen Toni Watson heißt, schaffte etwas, das nicht vielen gelingt. Aus dem Nichts eroberte sie mit ihrem Hit die Musikwelt. Die Zutaten für das Erfolgsrezept? Eine außergewöhnliche Stimme, ein Lied, das sich mit seinen Eigenarten ins Gehirn einbrennt und ein Musikvideo, das auch nach mehrfacher Wiederholung noch immer nicht so richtig Sinn machen will.

Denn „Dance Monkey“ entstand ursprünglich aus dem Gefühl der Künstlerin, als Straßenmusikerin ein Tanzäffchen für die Zuschauer zu sein, deren Aufmerksamkeitsspanne und Geduld nicht länger als ein paar Sekunden reichen. Was hat das Ganze denn nun mit dem Golfsport zu tun?

Tones and I als alter Mann auf dem Golfplatz

Das Szenario des Musikvideos startet in einem Altersheim, in der ein scheinbar vereinsamter Mann mit Beatmungsgerät sehnsüchtig aus dem Fenster schaut. Er umklammert seinen Golfschläger, der das einzige zu sein scheint, was ihn noch an vergangene Zeiten erinnert. Sobald der Pfleger ihn mit Medikamenten versorgt hat, schleichen sich zwei weitere alte Herren in das Zimmer.

Als wäre er nie gealtert, springt der eben noch an das Beatmungsgerät angeschlossene Mann voller Elan auf und verlässt mit seinen Freunden das Altersheim. Im Cabrio geht es für das Trio auf einen nahegelegenen Golfplatz. Kaum dort angekommen, schockieren sie die gesamte Belegschaft der Anlage. Sie stürmen in das Clubhaus und zielen mit zu Pistolen geformten Händen auf die Mitarbeiter.

Ganz nach dem Golfer-Klischee genehmigen sich die drei Herren einen Whiskey – im weniger großen Stil – bevor es dann auf die Runde geht. Diese gleicht mit den Red Cups und tanzenden Gestalten jedoch eher einer College-Party als einer geselligen Partie Golf unter alten Freunden. Auch die anderen Gäste der Anlage scheinen sich von den Rowdys gestört zu fühlen. Das macht denen allerdings gar nichts. Ganz entgegen der auf den Golfplätzen herrschenden Etikette feiern sie wild und laut weiter und liegen sich am Ende beim Sonnenuntergang in den Armen.

Was die Künstlerin nun zu diesem Video veranlasste, ist wohl bis heute keinem so richtig klargeworden. „Sie wollte ein alter Mann sein, der mit ein paar Rentnern rumhängt und sich unpassend auf dem Golfplatz verhält. Das war die Voraussetzung“, so Produzent Nick Kozakis, der selbst als Golfer in dem Video auftritt. Und mal ehrlich: Alles andere als unpassendes Verhalten wäre bei dem außergewöhnlichen Lied und der markanten Stimme irgendwie auch langweilig gewesen.

Foto: Blackmagicdesign

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