Mit der Open Championship ist nun auch das letzte Major des Jahres über die Bühne gegangen und die Golf-Welt blickt zurück auf vier Turniere, bei denen einige Rekorde im Gedächtnis bleiben.

Collin Morikawa gewann am vergangenen Wochenende das letzte der vier Majors in diesem Jahr und gibt mit seiner großartigen Leistung den Anstoß, uns an die Geschichten zu erinnern, die bei den prestigeträchtigen Turnieren 2021 geschrieben wurden.

Masters Tournament: Erster japansicher Major-Sieger

Da wäre zunächst einmal Hideki Matsuyama, der sich im April beim Masters Tournament und damit dem ersten Major des Jahres die Krone aufsetzte. Mit seinem Sieg schrieb Matsuyama nicht nur Geschichte für sich selbst, sondern für ein ganzes Land. Noch nie zuvor brachte ein Japaner eine Major-Trophäe mit nach Hause. In den sozialen Medien konnte sich der frischgebackene Major-Champion kaum vor den zahlreichen Glückwünschen retten.

In Erinnerung bleibt uns außerdem, dass mit Will Zalatoris beinahe ein anderer Spieler Geschichte geschrieben hätte. Der US-Amerikaner kam zwischenzeitlich so dicht an Matsuyama heran, dass einige bereits einen anderen rekordverdächtigen Sieg witterten, denn Zalatoris gab bei der vergangenen Ausgabe sein Masters-Debüt.

PGA Championship: Ältester Major-Champion 

Ein Debüt gab Phil Mickelson auf der PGA Tour schon lange nicht mehr, denn im Alter von 51 Jahren ist er mittlerweile ein alter Hase. Seine Leistungen leiden darunter allerdings offenbar nicht – das bewies „Lefty“ zuletzt bei der PGA Championship im Mai. Mit 50 Jahren und elf Monaten triumphierte der US-Amerikaner bei dem Turnier und inspirierte damit ganze Generationen von Golfern.

So ist er nicht nur für Spieler seiner Altersklasse ein Vorbild, sondern auch für junge Golfer. „Ich kann 2047 kaum erwarten“, so Collin Morikawa über den Triumph des 51-jährigen. Dabei wird Morikawa sicherlich nicht so lange auf seinen nächsten Triumph warten müssen. Sein jüngster Major-Erfolg ist jedenfalls vielversprechend.

US Open: Erster spanischer US-Open-Gewinner

Im Juni holte Jon Rahm als erster Spanier die Trophäe der US Open und setzte sich für drei Wochen an die Spitze der Weltrangliste. Ein besonderer Moment für ihn, der an diesem Tag nebenbei auch noch seinen ersten Vatertag feierte.

Der Sieg sorgte außerdem für jede Menge Gänsehaut, denn nur zwei Wochen zuvor wurde Rahm während der Finalrunde des Memorial Tournament aufgrund eines positiven Coronatests vom Platz geführt. Zu dem Zeitpunkt befand sich der Spanier in einer vielversprechenden Position, um das Turnier für sich zu entscheiden. Diesen Verlust machte er also nach der Quarantäne bei der US Open wieder wett und durfte sich umso mehr freuen.

Open Championship: Zweifacher Major-Debüt-Sieg

Drei spektakuläre Major-Rekorde sind für dieses Jahr nicht genug, dachte sich wohl auch Collin Morikawa, der sich am vergangenen Wochenende in eine Reihe mit Matsuyama, Mickelson und Rahm stellte. Vor elf Monaten gab der 24-Jährige sein Debüt bei der PGA Championship und spielte sich an die Spitze des Leaderboards. Nun knüpfte er an diese Top-Leistung an und sicherte sich bei der Open Championship in Sandwich, Kent seine zweite Major-Trophäe.

Damit kürte er sich zum Champion Golfer of the Year, denn er hält einen neuen Rekord: Morikawa ist der erste zweifache Major-Debüt-Sieger in der Geschichte des Golfsports. Zum vierten Mal in Folge wurde nun also Geschichte bei den wichtigsten Turnieren des Jahres geschrieben.

Foto: AFP

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