Ein zähes Ringen: Golf als olympische Sportart

Ein zähes Ringen: Golf als olympische Sportart

Der Golfsport wurde als Disziplin bei den Olympischen Spielen bislang erst dreimal anerkannt. Hinsichtlich der steigenden Popularität der Sportart, scheint diese Anzahl verwunderlich. 2020 sollten die Golfer nun in Tokio zum vierten Mal an den Start gehen. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation mussten die Spiele jedoch auf 2021 verschoben werden.

Die Anerkennung des Golfsports als olympische Sportart war für die Athleten von großer Bedeutung. Nachdem die Sportart seit 1904 von den Olympischen Spielen ausgeschlossen war, dauerte es 112 Jahre, bis sie wieder aufgenommen wurde. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro war es soweit. Nach dieser langen Zeit war die Freude umso größer

Nach 1904 kein Golf mehr bei Olympia

Im Jahr 1900 gingen bei den Spielen in Paris zum ersten Mal in der olympischen Geschichte Golfer an den Start. Für die Sportart ein einschneidendes Ereignis. Vier Jahre später war Golf bei den Sommerspielen in St. Louis wieder als Disziplin integriert. Während die Frauen in Paris ihren eigenen Wettkampf spielen durften, verloren sie 1904 das Recht auf die Teilnahme am Spiel.

Nach der zweimaligen Anerkennung der Sportart bei Olympia endete die Geschichte des Golfsports als olympische Sportart vorerst. In den darauffolgenden Jahren musste Golf immer wieder anderen Sportarten weichen, bis es den Spielern und Spielerinnen 2016 in Brasilien wieder möglich war anzutreten.

Die Rückkehr des Golfsports zu Olympia 2016

112 Jahre nach der Verabschiedung des Golfes als olympische Disziplin, beschloss das Komitee, Golf wieder aufzunehmen. Während der 121. regulären Sitzung des Internationalen Olympischen Komitees wurde vereinbart, Turniere in den Jahren 2016 und 2020 abzuhalten.  

Justin Rose jubelt mit einem Golfschläger in der Hand vor Fans
Justin Rose gewann das erste olympische Herren-Turnier nach 112 Jahren (Foto: European Tour)

Während Golf Anfang des 20. Jahrhunderts als Sportart der vornehmen Gesellschaft galt und nicht als Profisport betrieben werden konnte, ist es heute populärer denn je. Die Sportart gewinnt immer mehr an Interesse. 2016 nahmen 120 Golfer an den olympischen Wettkämpfen teil. Pro Land traten maximal acht Athleten an. Die Liste der teilnehmenden Nationalmannschaften wurde im Sommer 2016 genehmigt. Neben der Rückkehr des Golfes zu Olympia war die Zulassung der Frauen zu den Spielen wichtig für die Entwicklung des Golfsports.

Der Wettbewerb fand sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern über vier Runden mit jeweils 18-Löchern auf dem Par-71-Platz statt. In der Gesamtwertung gewann die britische Nationalmannschaft die Goldmedaille. Profigolfer Justin Rose aus England und die koreanische Golferin Inbee Park holten sich den Sieg im jeweiligen Einzel-Turnier.

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