Während das europäische Team erst seit dem vergangenen Wochenende feststeht, verkündete Steve Stricker bereits am Mittwoch seine sechs Wild Cards. Damit machte der Kapitän die US-amerikanische Mannschaft komplett und sorgte dabei durchaus für Verwunderung.

Tony Finau, Jordan Spieth, Daniel Berger, Xander Schauffele, Harris English und Scottie Scheffler dürfen sich freuen – Sie wurden als Captain’s Picks von Steve Stricker für den Ryder Cup ausgewählt, um die USA in Whistling Straits zu vertreten.

Damit ergänzen sie das Team um Collin Morikawa, Justin Thomas, Dustin Johnson, Patrick Cantlay, Bryson DeChambeau und Brooks Koepka. Ja, richtig gelesen, DeChambeau und Koepka treten beim Ryder Cup gemeinsam für die USA an und sollten zumindest für diese Zeit ihr Kriegsbeil wohl besser begraben. Dort ist kein Platz für Rivalitäten innerhalb eines Teams.

 „Ich bin zu 100 Prozent bereit, das zu tun. Es gibt kein Problem in dieser Hinsicht. Ich halte große Stücke auf ihn“, verspricht DeChambeau, der erst kürzlich bei einem Turnier die Beherrschung verlor und sich eine verbale Auseinandersetzung mit einem Fan lieferte. Die Zuschauer hatten zuvor mit „Brooksie“-Rufen gestichelt, was den Golfer offenbar provozierte.

Ryder Cup ohne „Captain America”

Beim Ryder Cup verfolgen DeChambeau und Koepka immerhin ein gemeinsames Ziel, nämlich gegen das europäische Team zu gewinnen und die Trophäe in die USA zu holen. Über die Wahl der Team-Mitglieder sagt Kapitän Stricker: „Ich freue mich über die Zusammenstellung des Teams. Wir haben einen guten Mix aus jungen Spielern und Veteranen und auch die Eigenschaften der Spieler passen zum Kurs.“

Für einen war dabei offenbar keinen Platz: Patrick Reed wird in diesem Jahr nicht im Teilnehmerfeld des Ryder Cup zu sehen sein. Über diese Entscheidung wunderte man sich in der Golfwelt dann doch ein wenig, zählte Reed mit Spitznamen „Captain America“ doch eigentlich schon zum festen Inventar bei Mannschaftswettbewerben der USA.

Mickelson als Vizekapitän an Strickers Seite

„Seine Bilanz beim Ryder Cup ist sehr beeindruckend. Ich glaube aber, seine gesundheitliche Situation und die fehlende Spielpraxis haben den Ausschlag gegeben“, erklärt Stricker seine Entscheidung, die ihm laut eigenen Angaben sehr schwergefallen ist. Der Profi hatte erst kürzlich mit einer Verletzung seines Knöchels sowie einer beidseitigen Lungenentzündung zu kämpfen. Reed habe die Entscheidung allerdings gut aufgenommen und Verständnis gezeigt.

Auch Phil Mickelson wird in diesem Jahr nicht in den Kontinentalvergleich ziehen – das erste Mal seit 1993. Dennoch wird er beim Ryder Cup zu sehen sein, denn als Vizekapitän reist er an der Seite von Stricker nach Whistling Straits.

Foto: Getty Images

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