Die BMW PGA Championship der European Tour war die letzte Chance für die europäischen Spieler, sich für die diesjährige Austragung des Ryder Cup zu qualifizieren. Bereits in der Vorwoche des Turniers hatten einige Spieler ihr Ticket sicher, während andere auf den Ausgang des Flaggschiff-Events der European Tour warten mussten. Nun sind die zwölf Spieler komplett.

Kapitän Padraig Harrington hat seine drei Captain’s Picks vergeben und die letzten habe es dank der Rangliste der Tour geschafft. Während einige  noch während der BMW PGA Championship um einen der begehrten Plätze zitterten, war anderen die Teilnahme schon fastsicher. Jon Rahm, Viktor Hovland, Paul Casey, Tommy Fleetwood und Rory McIlroy wussten bereits in der Woche vor der letzten Qualifikationsmöglichkeit, dass sie Europa in Whistling Straits vertreten dürfen.

Bernd Wiesberger als erster Österreicher im Team Europe

Durch drei Siege innerhalb der Qualifikationsphase musste Tyrrell Hatton sich kaum einen Kopf um einen Platz im Teilnehmerfeld des Ryder Cup machen. Am vergangenen Wochenende versuchte er stattdessen, seinen Titel im Wentworth Golf Club zu vertreten, scheiterte allerdings und musste mit dem 79. Rang vorliebnehmen. Ins europäische Team hat er es dennoch geschafft. So auch Matthew Fitzpatrick, der sich mit Rundenergebnissen von 72-69-68-68 an 20. Stelle positionierte und so noch einmal erfolgreich Punkte für die Qualifikation sammeln konnte.

Bei Bernd Wiesberger waren die Umstände etwas unklarer, denn die einzige Möglichkeit eines Tickets nach Whistling Straits war über die europäische Punkteliste. Dort musste der Österreicher Rory McIlroy überholen, was ihm durch die Abwesenheit des Nordiren leichter gemacht wurde.

Wie Fitzpatrick spielte er sich auf den geteilten 20. Rang und sicherte sich somit den Startplatz in Whistling Straits. „Es war ein lebenslanges Ziel von mir, Teil des europäischen Teams zu sein und ich bin sehr stolz darauf, genug geleistet zu haben, um in die Mannschaft zu kommen und in ein paar Wochen nach Whistlings Straits zu reisen“, so Wiesberger, der als erster Österreicher in der Geschichte des Turniers aufteen wird.

Harrington wählt Erfahrung und frischen Wind

Mit ordentlich Ryder-Cup-Erfahrung kann Lee Westwood punkten, der es dank des Sieges 2020 bei der HSBC Championship in Abu Dhabi sowie zwei starken Zweitplatzierungen beim Arnold Palmer Invitational und der Players Championship in diesem Jahr ins Team Europe schaffte. 2018 war der Engländer als Vizepräsident dabei und kam 2016 durch den Captain’s Pick in die Mannschaft. In diesem Jahr wollte er es unbedingt selbst schaffen, was ihm nun gelungen ist.

Auserwählt von Harrington für die diesjährige Austragung des Kontinentalvergleichs sind Rookie Shane Lowry sowie die alten Ryder-Cup-Hasen Ian Poulter und Sergio Garcia. Letzterer gilt als erfolgreichster Ryder-Cup-Spieler der Turniergeschichte und wird zum zehnten Mal für Europa auf die Bahn gehen.

Titelbild: AFP

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