Seit einer Woche kursieren nun tragische Bilder der Unwetterlage in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern in den Medien. Auch einige Golfplätze wurden hart von den Regenfällen getroffen und können den Schaden derzeit nur schwer einschätzen.

Per Telefon ist derzeit kaum ein Golfclub im Katastrophengebiet im Westen Deutschlands zu erreichen. Einige Golfplätze haben die Wassermassen hart erwischt und das Ausmaß wird sicherlich erst in den kommenden Tagen und Wochen ersichtlich. Derzeit sind viele Clubs damit beschäftigt, die Schäden zu begutachten, um Diagnosen über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs treffen zu können.

Außer der Driving Range blieb im Golfclub Schloss Auel in Lohmar kein Fleck der 27-Loch-Anlage trocken. Dank zahlreichen helfenden Händen konnte der Platz jedoch zügig von den Wassermengen befreit und der Spielbetrieb bereits am vergangenen Freitag wieder aufgenommen werden.

Anders sieht das im Golf-Club Schloss Miel in der Voreifel aus. Noch immer sind Betreiber und freiwillige Helfer dabei, Wasser und Schlamm vom Platz sowie aus dem Schloss und Restaurant zu befördern. Mitgliedern der Anlage wird nun das kostenfreie Golfen auf anderen Plätzen angeboten. Wann der Platz wieder bespielbar ist, ist derzeit nicht absehbar.

Benefizaktion im Golf-Resort Bitburger Land

Auch Wissmannsdorf liegt mitten im Katastrophengebiet und wurde von dem Unwetter getroffen, wobei es ebenfalls das Golf-Resort Bitburger Land erwischte. Wie die Tageszeitung „Trierischer Volksfreund“ berichtete, will Manager Roman Graf allerdings nicht den Kopf in den Sand stecken. Stattdessen wolle er mit seinem Team ein Benefizturnier zugunsten der Flutopfer in Wissmannsdorf organisieren.

„Wir sind noch immer sprachlos und schockiert. Die zerstörten Häuser, Straßen, Sporteinrichtungen und auch den Kindergarten hat es getroffen. Familien in direkter Nachbarschaft stehen vor dem Nichts“, so der Club-Manager im Interview. Neben tatkräftiger Unterstützung bei Aufräumarbeiten will der Golfclub auch finanziell helfen.

Bei einer Konzertreihe, die für das Golf-Resort geplant ist, soll Geld für die Flutopfer gesammelt werden. Der Organisator Oscar Heidema hatte bei der Planung wohl nicht mit Hunderten von Menschen gerechnet, die nach dem Unwetter vor dem Nichts stehen. Doch umso mehr will er nun helfen und einen Euro jeder verkauften Konzertkarte spenden. „Und natürlich stellen wir einen Spendentopf auf, wo jeder Gast zusätzlich reingeben kann, was er möchte“, so Heidema. Zu jedem der vier Open-Air-Veranstaltungen werden rund 500 getestete, genesene oder vollständig geimpfte Personen erwartet.

Foto: Jonas – stock.adobe.com

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