Sowohl auf der European Tour als auch auf der LPGA Tour krönten sich gestern zwei Profis zum ersten Mal in ihrer Karriere zu Siegern. Während Ryann O’Toole 227 Starts ohne Erfolg hinter sich hat, musste Calum Hill nicht ganz so lange warten.

Eigentlich wollte sie nach dieser Saison die Golfschläger an den Nagel hängen und ihre Karriere beenden. Nun könnten sich diese Pläne für Ryann O’Toole ändern, denn am vergangenen Wochenende gelang ihr das, womit sie wohl kaum noch gerechnet hatte: Sie gewann die Women’s Scottish Open auf dem schottischen Dumbarnie Links.

„Ich weiß nicht, ob ich jetzt mit dem Golf aufhören kann“, so die US-Amerikanerin über ihre weitere Planung. 227 Mal ging sie auf der LPGA Tour an den Start und nie reichte es für die Spitze des Leaderboard – bis jetzt. O’Tooles fehlerfreie Abschlussrunde mit acht unter Par verschaffte ihr den Sieg mit drei Schlägen Vorsprung vor Lydia Ko.

Esther Henseleit in den Top 10

Die Neuseeländerin spielte zwar am Finaltag eine 63er Runde, mit der sie einen neuen Platzrekord aufstellte, konnte O’Toole dennoch nicht von der Führungsposition verdrängen. Mit drei Schlägen Rückstand auf die Siegerin ging Ko ins Clubhaus. Nach dem Medaillengewinn bei den Olympischen Spielen geht es für die Golferin also erfolgreich weiter.

Passt gut, denn in dieser Woche steht mit der AIG Women’s Open das letzte Major des Jahres vor der Tür. Dabei wird Sophia Popov die Titelverteidigung antreten, nachdem sie sich im vergangenen Jahr als erste deutsche Golferin eine Major-Trophäe holte. Bei der Women’s Scottish Open verpasste Popov nun allerdings den Cut und kann nur hoffen, dass ihre Leistung auf dem Carnoustie Golf Links besser sein wird. Erfreuliche Nachrichten gab es aber von Esther Henseleit, die sich auf dem geteilten siebten Rang platzierte und damit nun die beste deutschen Golferin im LPGA-Ranking ist.

Hill fühlt sich wohl auf britischem Boden

Mit Marcel Siem und Maximilian Kieffer schafften zwei deutsche Spieler auf der European Tour am vergangenen Wochenende den Cut, während Marcel Schneider scheiterte. Als Gewinner der Cazoo Classic ging Calum Hill mit seinem ersten Sieg auf der europäischen Tour hervor. Ganz so lange wie O’Toole musste der 26-Jährige nicht auf seinen Titel warten, da er noch nicht allzu lange auf der Tour spielt.

2019 teete Hill noch auf der Challenge Tour auf, nun feiert er seinen Premierensieg auf der European Tour. Mit einem Schlag Vorsprung vor Alexander Levy, der eine beeindruckende Runde mit fünf Birdies in Folge hinlegte, sicherte er sich das Preisgeld. Dass ihm britischer Boden liegt, bewies Hill bereits in der Vorwoche bei der Hero Open. Dort verspielte er seine Siegeschancen allerdings am letzten Tag und musste mit dem vierten Platz vorliebnehmen.

Titelbild: European Tour

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