Als Pendant zum ältesten Golfturnier der Herren – der Open Championship – entstand 1976 die Women’s British Open. Bis zu dem prestigeträchtigen Event, als das es heute bekannt ist, dauerte es allerdings seine Zeit und der Anfang war nicht gerade einfach.

Auf der Suche nach sowohl passenden als auch angesehenen Austragungsorten scheiterten die Mitglieder der Ladies‘ Golf Union immer wieder, sodass das Major vorerst auf kleinen, unbekannten Plätzen stattfinden musste. Nach einigen Jahren, in denen das Turnier bereits einen gewissen Status erreicht hatte, erklärte sich der Royal Birkdale Golf Club bereit, als Gastgeber des neuen Turniers zu fungieren. 1982 und 1986 wurde das Damenmajor also auf dem Platz im englischen Southport ausgetragen.

Zunächst stand das Event nur in dem Turnierkalender der Spielerinnen der Ladies European Tour, bis es zunehmend an Popularität gewann und daraufhin auch ein fester Termin auf der LPGA Tour wurde. 2001, also 25 Jahre nach der Premiere des Turniers, wurde die Women’s British Open offiziell als Major anerkannt. Die erste Siegerin des aufstrebenden Events war die Südkoreanerin Se Ri Park, die die Women’s British Open im Sunningdale Golf Club für sich entscheiden konnte.

Sophia Popov schreibt Major-Geschichte

2007 gelang den Verantwortlichen dann der Durchbruch, als die Teilnehmerinnen der Women’s British Open erstmals auf dem Old Course in St. Andrews aufteen durften. Vier Jahre später reisten die Spielerinnen der beiden Damen-Touren zum ersten Mal nach Carnoustie. In diesem Jahr werden die Golferinnen dort zum zweiten Mal in der Geschichte des Major auf die Runde gehen.

Nachdem das Event von 2007 bis 2018 mit dem japanischen Sponsor Ricoh Company unter dem Namen Ricoh Women’s British Open lief, wurde dieser im Zuge eines Titelsponsorenwechsels in Aig Women’s Open geändert.

Im vergangenen Jahr schrieb die deutsche Proette Sophia Popov Golf-Geschichte, als sie sich als erste deutsche Spielerin die Trophäe eines Major sicherte.

Foto: AFP

Kommentar hinterlassen

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.