2020 – Ein Golfjahr, das es so wohl noch nie gab. Eine weltweite Pandemie, die auch die Golfwelt plötzlich außer Gefecht setzte. Doch was bleibt außer den Corona-bedingten Turnierabsagen und Regelungen in Erinnerung?

Nach der Thematisierung von Sophia Popovs und Jon Rahms Eintragung in die Geschichtsbücher der Golfwelt im ersten Anflug unserer Nostalgie, blicken wir im zweiten Teil auf zwei Major-Champions des Jahres 2020 zurück.

Bryson DeChambau fällt nicht nur sportlich auf

In diesem Jahr gelang es DeChambeau seine erste Major-Trophäe mit nach Hause zu nehmen. Bei der US Open im September überzeugte er mit Kraft und Köpfchen und konnte als einziger unter dem Platzstandard des Platzes bleiben. Doch nicht nur seine Leistungen sorgten für Trubel in den Medien.

Zunächst war die dazugewonnene Muskelmasse während der Corona-Pause eines des heißesten Gesprächsthemen in der Golfwelt. Daraufhin der Sieg beim Rocket Mortgage Classic, der von einem unschönen Zusammenstoß mit einem Kameramann überschattet wurde. Er beschwerte sich über die fehlende Privatsphäre und den mangelnden Respekt gegenüber Golfern, nachdem der Kameramann ihn zu lange gefilmt hatte. Und der nächste Aufreger ließ nicht lange auf sich warten:

Nur eine Woche später beim Memorial Tournament sorgte DeChambeau erneut für Furore. Mit seiner neu gewonnenen Muskelkraft schlug er den Ball auf ein angrenzendes Privatgrundstück. Jack Nicklaus, der das Turnier mitbegründet hatte, kritisierte daraufhin sogar das Vorgehen von USGA und R&A. Er sieht in der Distanzaffinität der Profigolfer ein Problem, worauf er bereits mehrfach hingewiesen hatte.

Dustin Johnsons erfolgreiches Jahr

Drei PGA-Siege und einen Major-Titel – für den Weltranglistenersten verlief das turbulente Golfjahr äußerst gut. Es verwundert allerdings nicht. Seit Johnson im Jahr 2008 mit 23 Jahren die PGA-Bühne erklomm, hat er in jedem Jahr mindestens einen Titel gewonnen. Die erste Trophäe holte sich der US-Amerikaner bei der Travelers Championsip Ende Juni. Darauf folgte zwei Monate später bei der Northern Trust der nächste Sieg, mit dem er Geschichte schrieb.

Als dritter Spieler der Golfgeschichte spielte er ein Gesamtergebnis von 254 (-30) und kletterte vom 15. Platz in der FedEx-Cup-Rangliste an die Spitze. Nur zwei Wochen später triumphierte er bei der Tour Championship und gewann damit den FedEx Cup. Zum krönenden Abschluss eines erfolgreichen Golfjahres zog sich Johnson beim letzten Major des Jahres das grüne Jackett des Masters Tournament an.

Foto: Getty

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