Nicht nur die Corona-Pandemie warf einen großen Schatten auf die Golfplätze dieser Welt. Auch in diesem Jahr hat der Tod einiger Menschen große Lücken hinterlassen und wird noch lange nachklingen. Welche Momente haben die Golfwelt besonders bewegt?

Sport ist vor allem eines: vielfältig. Und so sind auch diejenigen, die ihn jeden Tag betreiben. Der Sport verbindet uns zu einer großen Einheit. Deshalb nahm die Golfgemeinde auch in diesem Jahr Anteil an den Verstorbenen, die keine Größen des Golfsports waren. Zum Jahresende blicken wir zurück auf Menschen, deren Tod uns aus den unterschiedlichsten Gründen besonders getroffen hat.

Kobe Bryant

Es traf die Welt direkt zu Anfang des Jahres: der tragische Tod einer Basketball-Legende am 26. Januar. Kobe Bryant verunglückte mit seiner Tochter Gianna und sieben weiteren Insassen bei einem Helikopterabsturz. Der Ansturm an Anteilnahme in den Medien nahm kein Ende. Auch die Golfer zeigten sich bestürzt: „Ich wollte immer sein wie er“, erinnert sich Justin Thomas an sein Idol. Besonders hart traf es einen Golfer, der privat eine Freundschaft mit Bryant pflegte.

Tiger Woods erfuhr nach der Finalrunde bei der Farmers Insurance Open von dem Tod des Basketballers. Schon während des Spiels erreichte die Golfwelt die Nachricht und der Lakers-Fan nahm „Mamba Forever“ und „Tu es für Mamba“-Rufe aus dem Publikum wahr. Als sein Caddie ihm beim Verlassen des letzten Grüns die Nachricht übermittelte, verstand Woods die Rufe. In einem Interview zeigte er sich sichtlich erschüttert und rang nach Worten, um das Geschehene zu kommentieren.

Mia Villegas

Im Juli ließ eine weitere Nachricht die Golfwelt erstarren. Erst im vergangenen Oktober wurden der Golfer und Fanliebling Camilo Villegas und seine Frau Maria zum ersten Mal Eltern einer kleinen Tochter. Im Juni dieses Jahres gab der Kolumbianer dann eine tragische Nachricht bekannt: Seine kleine Tochter Mia leidet unter einem Gehirn- und Wirbelsäulen-Tumor.

Im Juli forderte die Krankheit dann den Tod des 22 Monate alten Mädchens. Mit bunten Schleifen in Regenbogenfarben brachte die Golfwelt ihre Anteilnahme zum Ausdruck. Grund dafür: Mia liebte Regenbogen. Einen Monat nach dem Verlust kehrte Villegas auf die Korn Ferry Tour zurück und sagte bewegende Worte: „Ich konnte sehen, wie dieser kleine Mensch um sein Leben kämpfte und das war ziemlich inspirierend.“

Diego Maradona

Diego Maradona – ein Name, der nicht nur Fußballfans etwas sagt. Nach einem glorreichen Leben voller Höhen und Tiefen verstarb die „Hand Gottes“ in diesem Jahr im Alter von 60 Jahren. Der Tod löste eine Staatstrauer in seinem Heimatland Argentinien aus und die Medien waren voll mit Bildern und Videos des Fußball-Idols. Neben Legendärem und Skandalösem auf den Plätzen war der Argentinier auch privat für seine Eskapaden bekannt.

20 Jahre vor seinem Tod entdeckte Maradona die Leidenschaft zum Golf. Gemeinsam mit dem argentinischen Golfprofi Ángel Cabrera teete er bei Pro-Am-Turnieren auf. Der Golfsport half ihm offenbar, etwas Ordnung in sein turbulentes Leben zu bekommen. „Ich könnte nicht daran denken, einen einzigen Tag zu verbringen, ohne Golf zu spielen“, so Maradona in einem Interview 2011.

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