Am vergangenen Montag konnte sich Marcus Armitage die Trophäe der Porsche European Open sichern und damit seinen ersten Titel auf der Tour. Nach dem Turnier gab der Engländer Einblicke in sein Seelenleben und rührt damit viele Zuschauer.

Unter Tränen gab der 33-jährige Marcus Armitage nach seinem Triumph bei der Porsche European Open im Green Eagle Golf Club in Winsen an der Luhe sein Siegesinterview. Seinen Erfolg widmet er insbesondere seiner Mutter, die bereits vor 20 Jahren verstarb. Damals war Armitage gerade mal 13 Jahre alt.

„Heute ist ein großartiger Tag und ich bin sicher, dass sie stolz auf mich wäre“, so der Golfer – berührt von seinen eigenen Worten. Daraus, dass er eine emotionale Person ist, macht Armitage kein Geheimnis. Beim Golfen stehe ihm das allerdings manchmal im Wege. „Ich habe einfach nur versucht, zu atmen und mich zu beruhigen“, berichtet der Engländer von den Stunden vor seinem Triumph.

Ein holpriger Weg bis zum ersten Tour-Titel

Besonders stolz ist Armitage auf sich selbst, obgleich sich seine Gedanken oft um seine Familie und Freunde drehen und er dankbar für die Unterstützung ist. Insbesondere in Corona-Zeiten hat der Profi offenbar zu seinem Spiel gefunden: „All diese einsamen Tage, an denen ich alleine an meinem Traum arbeitete – ich denke, dass ich mir selbst am meisten Anerkennung schenken muss.“

Einfach war der Weg bis zum ersten European-Tour-Titel jedenfalls nicht. Auf der PGA EuroPro Tour konnte er 2013 überzeugen und machte sich damit als Rookie einen Namen. Zwei Jahre später sollten darauf zwei weitere Siege folgen, womit er sich die Spielberechtigung für die Challenge Tour sicherte. Auch dort konnte er mit der Foshan Open ein Turnier für sich entscheiden, was ihm die Karte der European Tour sicherte.

Dort wollte es allerdings nicht so rund laufen, wie der Engländer es sich wohl gewünscht hätte. Nach nur einer Saison musste er die Tour-Karte wieder aus der Hand geben und kehrte zurück zur Challenge Tour, wo der große Erfolg ebenfalls ausblieb. Dank guter Auftritte in der European Tour Q School qualifizierte Armitage sich 2019 für die European Tour und bekam somit erneut eine Chance, die er dann auch nutzte.

Mit dem dritten Platz bei der South African Open im Januar 2020 notierte der Golfer sein bis dato bestes Ergebnis und durfte weiterhin auf der erstklassigen europäischen Tour abschlagen. Ein Jahr und fünf Monate später gelang dem 33-Jährigen nun also der große Durchbruch, der ihn so zu Tränen rührte.

Marcus Armitage mit der Trophäe der Porsche European Open

Mit starken Putts legte Armitage in der Finalrunde in Hamburg los wie die Feuerwehr und ging am Ende mit acht unter Par und der Trophäe der Porsche European Open vom Platz in Hamburg.

Fotos: European Tour

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