Auf der LPGA Tour war am vergangenen Wochenende Major-Zeit und die Siegerin Yuka Saso schrieb mit ihrem Sieg bei der US Women’s Open gleich zweimal Golf-Geschichte.

Denn zum ersten Mal in der Historie des Golfsports brachte eine Spielerin eine Major-Trophäe mit auf die Philippinen. Kein Spieler und keine Spielerin vor Yuka Saso gelang dieser Erfolg und die Philippinerin hatte somit noch einen Grund mehr zu feiern. Mit einem Ergebnis von vier unter Par nach der vierten Runde stand das Playoff gegen Nasa Hataoka bevor. Dank eines Birdies am dritten Extra-Loch setzte die erst 19-jährige Saso sich an die Spitze des Leaderboard und sicherte sich damit ihren ersten LPGA-Tour-Titel.

„Mein Traum war es, die Weltranglistenerste zu sein und einmal die US Women’s Open zu gewinnen. Aber ich dachte nicht, dass ich die Trophäe in dieser Woche in den Händen halten würde“, so die Philippinerin nach ihrem Triumph. Letzteres ist ihr nun schonmal gelungen.

Saso stellt Parks Rekord ein

Mit 19 Jahren, elf Monaten und 17 Tagen war Inbee Park 2008 die jüngste Spielerin, die die US Women’s Open je für sich entscheiden konnte. Nach 13 Jahren gelang es Saso nun diesen Rekord bis auf den Tag genau einzustellen, denn auch sie hatte erst 19 Jahre, elf Monate und17 Tage auf dem Buckel, als ihr die Trophäe am vergangenen Wochenende überreicht wurde.

Dass am Ende Saso und Hataoka ins Playoff zogen, war zu Beginn der Finalrunde nicht abzusehen. Als Favoritin ging die Longhitterin Lexi Thompson in den letzten Spieltag und konnte an den ersten Löchern zunächst überzeugen. Die elffache LPGA-Siegerin hatte ihren zwölften Titel beinahe schon sicher geglaubt, doch die Back Nine hatten offensichtlich etwas anderes mit ihr vor. Fünf Schlagverluste notierte die US-Amerikanerin an den letzten acht Löchern und gab damit die Führung an die Konkurrenz ab. 

Popov kann nicht überzeugen

Sophia Popov musste bereits früher als Thompson den Schläger aus der Hand legen. Die Deutsche konnte nach den ersten zwei Runden nicht mehr mit der Konkurrenz mithalten und verpasste den Cut. „Ich wünschte, ich hätte noch zwei weitere Runden spielen können, aber mein Körper sagte ‚nein‘“, so Popov über ihre harte Woche bei der US Women’s Open. Vielleicht litt ihre Leistungsstärke noch unter den Strapazen des Bank of Hope LPGA Match Play, bei dem die Deutsche sechs von sieben Runden für sich entscheiden konnte.

Mit Leonie Harm schaffte es eine von fünf deutschen Spielerinnen in das Wochenende des Major. Rundenergebnisse von 73 und 75 qualifizierten sie für den dritten und vierten Spieltag. Dort platzierte sich die 24-Jährige mit einer 73er und 76er Runde und einem Gesamtergebnis von 13 über Par auf dem geteilten 49. Rang.  

Foto: LPGA Tour

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