Dass kein Golfplatz gleich ist, dürfte jedem Golfer bekannt sein. Einige ähneln sich zwar in ihrem Design und ihrer Beschaffenheit, die lokalen Gegebenheiten machen jeden Golfplatz allerdings einzigartig. Dennoch können verschiedene Golfanlagen bestimmten Golfplatz-Typen zugeordnet werden. 

Wind, Boden, Lage – all das spielt in die Klassifizierung eines Golfplatzes hinein. Welche Merkmale machen die Anlage aus und was sollte man vor dem Abschlag über Fairways, Löcher und den Rest des Kurses wissen? Im Folgenden listet 123golfsport.de die wichtigsten Golfplatz-Typen auf. 

Links Course

Das Linksland in Schottland galt früher als unbrauchbar angesehene Dünenlandschaft, die sich weder für den Anbau noch als Weide für Tiere eignete. Also wurde die Fläche zunehmend für andere Zwecke, unter anderem für das Golfspiel genutzt und wurde zum Kennzeichen der schottischen Golfplätze. Aufgrund der Nähe zum Meer fegen den Spielern auf Linkskursen starke Winde um die Ohren und der Ball kann das Loch schonmal ordentlich verfehlen, weshalb sie bei einigen von ihnen wenig beliebt sind – insbesondere bei denjenigen, die nicht mit den rauen Wind- und Wetterbedingungen der britischen Küste aufgewachsen sind. Besonders gefürchtet sind außerdem die außergewöhnlich tiefen Bunker sowie die unebenen Fairways.

Downland Course

Wer seine Beine einmal ordentlich trainieren will, der sollte ein paar Löcher auf einem Downland-Kurs schlagen. Hügel und große Höhenunterschiede sind Merkmale dieser Golfplätze. Diese Golfanlagen lassen sich meist an der nordfranzösischen oder britischen Küste finden. Ähnlich wie beim Linkskurs müssen sich die Spieler hier ebenfalls auf steile Fairways, holprige Grüns und fiese Bunker vorbereiten. Landschaftlich zeichnet sich eine Anlage im Downland-Stil dadurch aus, dass sie zwischen trockenem, verbranntem Boden und einer grünen Parklandschaft liegt. Der kalk- und kreidehaltige Boden nimmt Wasser weniger gut auf als beispielsweise der von Golfplätzen im Links-Design. 

Desert Course

Um auf Desert Course abschlagen zu können, müssen Spieler meist in weit entfernte Clubs reisen. Ein Loch nach dem anderen ist in eine Wüstenlandschaft eingebettet, weshalb diese Art eines Golfplatzes kein Rough besitzt. Für das Auge ist ein Wüstenkurs allemal etwas. Den Kontrast der Plätze zwischen unnachgiebigem, kargem Boden und saftig grünen Fairways findet man so in Europa sicherlich nicht.

Desert Golf Course mit Kakteen
Foto: Andrea Izzotti – stock.adobe.com

Die Golfer der European Tour schlagen jedes Jahr bei den Wüstenevents auf einem solchen Triumph der Golfplatzarchitektur ab. Die Golfclubs in Dubai sind nur einige der spektakulären Wüstenkurse. Plätze wie der des TPC Scottsdale, auf dem die Golfer der PGA Tour bei der Waste Management Phoenix Open jährlich gegen das Par des Platzes spielen, sind bekannte Wüstenkurse.

Parkland Course

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei diesen Golfplätzen um Kurse, die in eine Parklandschaft oder eine ähnliche Grünfläche mit viel Baumbestand gebaut wurden. Die dichten Bäume liegen dabei meist direkt am Fairway, sodass hinsichtlich der Drives beim Abschlag einiges an Präzision gefragt ist. Außerdem ist an dem ein oder anderen Loch dieser Clubs auch ein See oder Bach zu finden, der das Spiel auf dem Golfplatz zusätzlich erschwert. Im Vergleich zu den sandfarbenen Flächen der Wüsten-, Downland- und Links-Kurse erstrahlen Golfclubs mit Parkland-Design in einem satten Grün. Der wohl bekannteste Golfplatz ist wohl Augusta National. In jedem Jahr treffen sich die Profis dort für das Masers Tournament. Der Ball kann auf diesen Plätzen zwar ebenfalls mal in die falsche Richtung gehen, doch die flache Landschaft macht das Par auf Parkland-Kursen manchmal noch eher möglich.

Titelbild: Centioli Photography – stock.adobe.com

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