Bei der Rückkehr des Golfsports zu den Olympischen Spielen 2016 sagte Rory McIlroy ab, in diesem Jahr nahm er ohne große Vorfreude auf die prestigeträchtigste Sportveranstaltung der Welt an den Spielen teil – und wurde eines Besseren belehrt.

Wer Rory McIlroys Worten nun lauscht, traut seinen Ohren wohl kaum. Der nordirische Golfer ist durch die Teilnahme an den Olympischen Spielen wohl auf den Geschmack gekommen und spricht nun voller Begeisterung über seine erste Olympia-Erfahrung.

Aus Desinteresse wird Kampfgeist

Und das, obwohl er bereits 2016 seiner Ablehnung für das Event Ausdruck verlieh: „Ich schaue mir die Olympischen Spiele vielleicht an, aber ich bin nicht sicher, ob Golf eine der Veranstaltungen sein wird, die ich schauen werde.“ In diesem Jahr ging McIlroy für sein Land allerdings an den Start und hatte zu Beginn der finalen Runde sogar Chancen auf eine Medaille. Am Ende wurde der vierfache Major-Champion geteilter Vierter.

Vielleicht war es seine Top-Form, vielleicht war es die Stimmung, die den Profi nun mit einer neuen Sicht auf die Olympischen Spiele nach Hause zurückkehren lässt. Mit sieben weiteren Spielern befand sich der Nordire im Playoff und im Kampf um eine Medaille. „Ich sage es schon den ganzen Tag: Ich habe in meinem Leben noch nie so hart um den dritten Platz gekämpft“, so McIlroy nach dem Turnier über seinen Traum von der Bronzemedaille. Am Ende verpatzte er einen Putt aus rund zwei Metern und musste den dritten Platz C.T. Pan überlassen.

Einzigartiges Gefühl bei Olympia

Der Golfsport ist immer wieder für Überraschungen gut und das durfte der Spieler nun wohl am eigenen Leib spüren. Laut eigenen Angaben könne er es kaum erwarten, an den kommenden Spielen in Paris teilzunehmen und seinen neugewonnenen Traum einer Medaille wahrwerden lassen.

Dass einige Spieler McIlroys frühere negative Einstellung hinsichtlich der Olympischen Spiele teilen, zeigte sich zuletzt in den zahlreichen Absagen, mit denen das Feld auskommen musste. Vielen von ihnen passe das Turnier nicht in die sonst so straffen Zeitpläne der Touren und sie setzen ihre Prioritäten deshalb vorzugsweise anders.

Spätestens nach den folgenden Worten McIlroys lassen sich einige von ihnen vielleicht noch einmal durch den Kopf gehen: „Ich habe vorher einige Kommentare gemacht, die vielleicht ungebildet und impulsiv waren. Hierher zu kommen, die Erfahrung zu machen, alles zu fühlen, was vor sich geht – nicht nur das olympische Golf, sondern die Spiele im Allgemeinen – diese Art von olympischem Geist hat mich definitiv gebissen.“ 

Titelbild: European Tour

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