Rekord: Phil Mickelson hat die PGA Championship im Alter von 50 Jahren gewonnen. Der US-Amerikaner schlug sich am vergangenen Wochenende zum ältesten Major-Champion des Herrengolfs und macht anderen Spielern Hoffnung.

Seit 2019 konnte Phil Mickelson auf der PGA Tour nicht mehr komplett überzeugen und überließ jüngeren Spielern die Triumphe, während er auf der PGA Tour Champions vorne mitspielte. Am vergangenen Wochenende zeigte er allerdings, dass er es doch noch mit der Weltspitze aufnehmen kann. Mit 50 Jahren und elf Monaten gewann der US-Amerikaner die PGA Championship und schließt sich damit einer Reihe von sieben Spielern an, die bei PGA-Siegen bereits der Ü50-Riege angehörten.

Mickelson motiviert und inspiriert

Craig Stadler, Fred Funker, James Barnes, Art Wall Jr., Sam Snead, John Barnum und Davis Love III konnten mit mehr als 50 Jahren auf dem Buckel auf der PGA Tour überzeugen. Snead war 52 Jahre, zehn Monate und acht Tage alt, als er sich zum ältesten Gewinner der erstklassigen Tour krönte.

Mit seinem Rekord setzt Mickelson ein Zeichen. Zahlreiche Spieler gratulierten ihm über die sozialen Medien und zeigten ihre Hochachtung vor dieser rekordträchtigen Leistung. Tiger Woods, der als guter Freund von Mickelson gilt, beschrieb den Erfolg als „wirklich inspirierend“. Woods selbst erholt sich noch immer von den Verletzungen seines Autounfalls und zählt mit 45 Jahren auch nicht mehr zu der jungen Spielergeneration. Der Major-Sieg seines Kollegen macht also auch sicherlich ihm Hoffnung auf einen Sieg in den kommenden Jahren.

Der 24-jährige Collin Morikawa, der seinen Titel in diesem Jahr nicht verteidigen konnte, twitterte: „Ich kann 2047 kaum erwarten.“ Mickelson setzte also einen neuen Meilenstein im internationalen Golfsport und seinen Rekord wird sicherlich kein Spieler so schnell brechen.

Brooks Koepka kratzt am Triple

Es war bereits Mickelsons zweiter Triumph bei der PGA Championship. 2005 kürte er sich mit einem Birdie am finalen Loch zum Major-Champion. Dieselben starken Nerven behielt der 50-Jährige auch am diesjährigen Finaltag. Der ohnehin hart zu bewältigende Ocean Course des Kiawah Island Golf Resort wurde in der letzten Runde des Major wetterbedingt noch anspruchsvoller.

Der Wind drehte sich um 180 Grad und der Kurs an der Atlantikküste bekam ein völlig neues Gesicht. An der Seite von Brooks Koepka startete Mickelson mit einem Schlag Vorsprung auf diesen in den Finaltag. Kurzzeitig übernahm Koepka die Führung auf Kiawah Island, ansonsten konnte er kaum Druck auf „Phil the Thrill“ ausüben. Mit einem Sieg wäre Koepka das PGA-Championship-Triple gelungen, doch er musste am Ende mit dem geteilten zweiten Rang vorliebnehmen. Hinsichtlich seiner Regeneration nach einer Knie-OP ist auch seine Leistung herausragend.

Foto: Getty Images

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