Am Ende wurde es doch noch knapp: Viktor Hovland gewinnt die BMW International Open mit nur zwei Schlägen Vorsprung vor Martin Kaymer, der in der letzten Runde noch einmal ordentlich loslegte.

400 Zuschauer fieberten am vergangenen Wochenende in der Finalrunde der BMW International Open mit den Golf-Stars der European Tour mit, bei der sich am Ende insbesondere zwei Spieler ein Duell lieferten. Am Samstag legte Viktor Hovland los wie die Feuerwehr und ließ die Konkurrenz hinter sich. Dass allerdings Martin Kaymer dem Norweger noch arg zu Leibe rücken würde, damit hätte wohl kaum jemand gerechnet.

Kaymer genießt internationalen Top-Status

Doch der Deutsche machte es dem Norweger nach und spielte am Sonntag mit 64 Schlägen eine ebenso niedrige Runde wie Hovland am Vortag. Damit meldete Kaymer Ambitionen auf den Sieg an. Mit Rundenergebnissen von 68-67-64-70 und zwei Schlägen Vorsprung vor Kaymer blieb Hovland aber doch Spitze des Leaderboards. Nach zwei PGA-Tour-Titeln war dies sein erster Triumph auf der europäischen Tour.

Martin Kaymer und Padraig Harrington vor einem BMW mit der Ryder-Cup-Trophäe

Kaymer zeigte damit jedenfalls nach den vergangenen Monaten ohne sonderlich herausragende Leistungen, dass er noch immer mit den Top-Spielern mithalten kann und durchaus das Zeug hat, ein Turnier für sich zu entscheiden. Vielleicht hat ihn die Wahl zum Vizekapitän des europäischen Ryder-Cup-Teams noch einmal eine ordentliche Portion Motivation und Selbstvertrauen verliehen. Mit seiner Nominierung zeigte Kapitän Padraig Harrington, dass Kaymer noch immer einen Top-Status unter den internationalen Golfern genießt.

Amateur sorgt für Aufsehen

Beinahe hätte Kaymer an seinen Sieg von 2008 angeknüpft, als er das Turnier im Golfclub München Eichenried mit 23 Jahren als jüngster Spieler in der Geschichte der Veranstaltung für sich entscheiden konnte. Damals feierte er den Sieg gemeinsam mit zahlreichen Fans. An diesem Wochenende war nur eine begrenzte Anzahl von Zuschauern zugelassen, was die Spieler nach monatelanger Abwesenheit der zujubelnden Menge allerdings dennoch gestärkt hat: „Die Atmosphäre war toll und es war schön, vorne mitspielen zu können. Das spüren die Zuschauer auch und wollen einen weiter nach vorne treiben“, so Kaymer.

Erfreulich war auch, dass Amateur Matthias Schmid in den ersten Runden in den Top Ten mitspielte und damit für Aufsehen sorgte. Am Ende verzeichnete er 277 Schläge und lag damit elf Schläge unter dem Par des Platzes. Damit platzierte er sich als zweitbester Deutscher auf dem geteilten 14. Rang.

Fotos: European Tour

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