Beim Einstieg in den Golfsport führt kein Weg an der Platzreife vorbei. Auf dem Golfplatz herrscht eine strenge Etikette, die mit bestimmten Golfregeln behaftet ist. Wer eine Mitgliedschaft anstrebt und auch abgesehen von ein paar Übungsschlägen auf der Driving Range die Pätze bespielen will, muss die Platzreifeprüfung ablegen. Doch woraus besteht diese eigentlich?

Theorie und Praxis – diese beiden Tests gilt es für die Platzreife zu bestehen. Anfänger, die den Einstieg in die Sportart wagen, müssen sowohl Multiple-Choice-Fragen beantworten als auch auf der Runde mit der Kenntnis der Regeln überzeugen können. Da der Deutsche Golf Verband (DGV) zahlreiche Plätze in Deutschland lizensiert hat, um den hohen Standard dieser zu kennzeichnen, ist die DGV-Platzreife auf diesen Anlagen erforderlich. 

DGV-Regelbücher sind hilfreich für die Platzreife

Gemeinsam mit einem Golflehrer können die Anfänger im Platzreifekurs das richtige Verhalten auf der Golfanlage erlernen. Eine Garantie für die Beherrschung des Spiels ist dies zwar nicht, doch die Golfer können sich so bereits mit den Regeln vertraut machen – und das ist schon die halbe Miete. Wer an einem Platzreifekurs interessiert ist, kann sich beim heimatlichen Golfclub über Angebote informieren.

Im Theorieteil, der die Spieler auf die Prüfung vorbereitet, setzen sie sich beispielsweise mit Gefahren auseinander, die ihnen auf dem Platz begegnen können. Darüber hinaus sind Fragen über das richtige Vorgehen im Fall eines Schlags ins Wasser oder Rough in die Prüfung eingebaut. Zur idealen Vorbereitung dienen die offiziellen Regelbücher des DGV.

Foto: auremar – stock.adobe.com

Inhaltlich drehen sich alle Fragen um das korrekte Verhalten in unterschiedlichen Situationen, die einem Golfer auf dem Platz begegnen können. Für den Praxisteil geht es für die Spieler dann tatsächlich auf die Bahn. Dort veranschaulicht der Golflehrer die Situationen, die die Schüler bereits theoretisch erlernt haben. Dabei werden sowohl Situationen beim Abschlag als auch auf dem Fairway und dem Grün demonstriert. 

Das Spieltempo ist Schwerpunkt der praktischen Platzreifeprüfung

In der praktischen Prüfung für die Platzerlaubnis bespielen die Prüflinge einen Neun-Loch-Kurs der entsprechenden Golfanlage. Die sechs besten Lochergebnisse gehen dann in die Wertung der Platzreifeprüfung ein, wobei die Vorgabe und der Prüfungsstandard in jedem Golfclub variieren kann. Einer der Schwerpunkte, auf den für die erfolgreiche Platzerlaubnis besonders geachtet wird, ist die Geschwindigkeit. Zu den Golfregeln zählt, dass nicht getrödelt und das Spiel nicht unnötig in die Länge gezogen wird.

Fortgeschrittene Spieler können sich auf dem Golfplatz durch Anfänger gestört fühlen, wenn sich ihre eigene Runde durch die langsame Spielzeit der Vorgruppe verzögert. Wer die Regeln kennt, kann also Stress auf der Bahn – sowohl für sich selbst als auch für andere Golfer – vermeiden. Nach erfolgreichem Abschluss des Theorie- und Praxisteils erhalten die Teilnehmer die Platzreife des DGV, können daraufhin eine Mitgliedschaft in einem Club beantragen und auf dem jeweiligen Golfplatz ihr Handicap stetig verbessern.

DGV-Platzreife öffnet Türen zum Golfsport

Die Absolvierung der Platzreife ist somit der entscheidende Schritt in die Golfwelt. Zum einen sichert sie, dass alle Spieler ein gewisses Grundniveau haben und die Etikette auf dem Golfplatz kennen. Zum anderen ist die Platzreife Voraussetzung dafür, dass der Golfschläger auf den verschiedenen nationalen und internationalen Golfplätzen geschwungen werden darf – und Zugang zu verschiedenen Courts ist schließlich notwendig, um das eigene Handicap zu verbessern.

Titelbild: Andreas Gruhl – stock.adobe.com

Kommentar hinterlassen

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.