Bernd Wiesberger konnte zuletzt auf der European Tour überzeugen und ist regelmäßig zu Gast bei den bedeutenden Major-Turnieren der PGA Tour. Wie schaffte der Österreicher es bis dahin?

Als einer der besten deutschsprachigen Golfspieler auf den internationalen Touren konnte sich Bernd Wiesberger auch außerhalb seines Heimatlandes Österreich schnell einen Namen machen. Mit zwölf gewonnenen Profi-Turnieren auf unterschiedlichen Touren kann er bereits einiges vorzeigen. Ein Sieg auf der PGA Tour blieb bislang aus.

Österreich hat viele Talente

Als Junior-Spieler war Wiesberger nicht der einzige Anwärter auf EM- oder WM-Teilnahmen, was für den Österreicher ein ständiger Kampf war. „Wir hatten Spieler während der Juniorenzeit, die mindestens genauso talentiert wie ich waren, wenn nicht talentierter, und das war ein extrem fruchtbarer Nährboden“, so der Golfer im Interview mit dem Online-Magazin „Golfpunk”. Genau das habe ihn allerdings derart angespornt, dass er noch härter trainierte, um sich als einer der stärksten Spieler im Team zu profilieren.

2006 wechselte der Österreicher ins Profilager und teete in den ersten beiden Jahren als Profispieler auf der Challenge Tour auf. Drei Jahre später gelang dem damals 24-Jährigen die Qualifikation für die European Tour. Dort hatte er allerdings Anlaufschwierigkeiten, verlor die Tourkarte und kehrte vorerst zur Challenge Tour zurück.

Und damit hatte er alles richtig gemacht, denn 2010 feierte er mit der Allianz Golf Open de Lyon und der Allianz Golf Open de Toulouse seine ersten beiden Profi-Triumphe in Frankreich. Dadurch rutschte Wiesberger in die Top 5 der Jahreswertung und holte sich die Spielberechtigung für die European Tour zurück.

Übung macht den Meister

2009 war es offenbar noch nicht an der Zeit für den Golfer aus Österreich, auf der European Tour abzuschlagen. 2011 sah das allerdings schon ganz anders aus, als er sich mit vier Top-Ten-Platzierungen auf dem 64. Platz der Geldrangliste der europäischen Tour positionierte. Im darauffolgenden Jahr gelang ihm dann der Durchbruch und er spielte sich bei der Ballantine’s Championship in Südkorea an die Spitze des Leaderboard. Was er damals noch nicht wusste? Dass er bis 2021 auf der Tour noch sieben weitere Male würde feiern können.

2015 setzte Wiesberger einen weiteren persönlichen Meilenstein, indem er in die Top 50 der Weltrangliste kletterte. Drei Jahre später erwischte den Österreicher eine der typischen Golf-Verletzungen und er musste sich einer Handgelenks-Operation unterziehen. Er war vorerst außer Gefecht gesetzt und feierte 2019 sein Comeback.

Und was für eins: Im Mai erklomm er den ersten Platz bei der Made in HimmerLand (damals noch Made in Denmark), im Juli schlug er sich bei der Aberdeen Standard Investments Scottish Open an die Spitze und im Oktober fuhr er den Sieg bei der Italian Open ein. Zuletzt konnte Wiesberger am vergangenen Wochenende seinen Titel beim Made in HimmerLand in Dänemark verteidigen.

Foto: European Tour

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