Bereits seit 2019 sorgt Nelly Korda in der Golfwelt dank ihrer herausragenden Leistungen immer wieder für Furore. Zuletzt konnte sie sich ihre erste Major-Trophäe sichern und schlägt damit ein neues Sport-Kapitel für die Korda-Familie auf.

Mit Bestimmtheit lässt sich sagen, dass Nelly Korda das Sporttalent in die Wiege gelegt wurde. Der Familienname steht bereits seit mehreren Jahrzehnten für große Siege. Ihr Vater Petr Korda gewann 1998 mit der Australian Open einen Grand-Slam-Titel im Tennis, während auch ihre Mutter Regina Rajchrtová professionell Tennis spielte. Mit Sebastian Korda fand eines der Korda-Geschwister erfolgreich den Weg in den Tennissport. Nelly und Jessica Korda begannen allerdings schon früh, sich vielmehr für den Golfsport zu interessieren. Nachdem Jessica bereits einige Erfolge feiern durfte, zog Nelly Korda nach – und wie.

In Australien fühlen sich die Kordas besonders wohl

„Als ich klein war, wollte ich immer das tun, was meine Schwester machte“, so Korda. Im Alter von nur 22 Jahren verzeichnet die US-Amerikanerin nun bereits sechs LPGA-Tour-Titel und triumphierte zuletzt bei der KPMG Women’s PGA Championship. Mit dem Gewinn der Major-Trophäe kletterte sie zudem auf den ersten Platz in der Weltrangliste.

Dass sie in die Fußstapfen ihres Vaters und dem Rest der Familie treten wollte, zeigte Korda bereits 2019. Bei der ISPS Handa Women’s Australian Open gewann sie mit zwei Schlägen Vorsprung auf die Zweitplatzierte Jin Young Ko. Dies hatte Schwester Jessica 2012 vorgemacht. Bei der Women’s Australian Open setzte diese sich im Playoff gegen Julieta Granada, Stacy Lewis, Brittany Lincicome, So Yeon Ryu und Hee Kyung Seo durch und feierte ihren ersten LPGA-Tour-Sieg auf dem Kontinent, auf dem ihr Vater seinen größten Erfolg erzielt hatte. 

Nur das Beste für die Kinder

Dass aus Nelly eine so erfolgreiche Sportlerin geworden ist, hat sie zu großen Teilen sicherlich auch dem starken Einsatz ihrer Eltern zu verdanken – so wie auch ihre Geschwister. Petr Korda und seine Frau kümmerten sich um professionelle Trainer mit ausreichend Expertise, das optimale Equipment und ideale Übungsbedingungen. Bereits im Kindergartenalter schwang Korda den Golfschläger und damit um einige Jahre früher als ihre ältere Schwester.

Das Verhältnis der beiden Proetten ist trotz des Konkurrenzkampfes auf der LPGA Tour über die Jahre herzlich geblieben. Besonders der Einstieg in die Profitour wurde Nelly Korda durch ihre Schwester erleichtert. „Dass ich sie dabeihatte, war wirklich gut für mich. Natürlich wollen wir uns gegenseitig schlagen, aber wir ziehen uns eben auch gegenseitig hoch“, so die 22-Jährige über das Verhältnis.

In einer Familie mit solch sportlicher DNA keinen extremen Hang zum Perfektionismus zu entwickeln, ist sicherlich schwer. Das musste auch Korda erfahren. Erst nach einigen Jahren im Profilager wurde ihr bewusst, dass der Perfektionismus sie an größeren Taten hindern kann: „Langsam fange ich an zu begreifen, dass man einfach nicht immer perfekt sein kann – siegreich aber dennoch.“ Dass die Golfwelt in Zukunft Erfolge noch öfter mit dem Familiennamen Korda in Verbindung bringen wird, bezweifelt derzeit sicherlich niemand.

Foto: LPGA Tour

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