Grant Thornton Invitational: Ko und Day gewinnen die Premiere

Ein Golfer und eine Golferin präsentieren gemeinsam eine Trophäe

Die ersten Champions des Grant Thornton Invitational heißen Lydia Ko und Jason Day. Ihrem Sieg war eine unterhaltsame Debütausgabe des Turniers vorausgegangen. Die gemischten Teams aus je einer Proette und einem Profi harmonisierten offensichtlich prächtig.

Das Scramble-Format zum Auftakt führte dazu, dass es am Freitag nur einen einzigen Schlagverlust gab: Cheyenne Knight und Tom Hoge mussten auf der zweiten Bahn ein Double Bogey notieren. Ansonsten hagelte es in Birdies und Eagles in Naples, Florida. Besonders galt das für die Traumrunde von Nelly Korda und Tony Finau. Die beiden US-Amerikaner spielten nur dreimal Par, aber 14 Birdies und ein Eagle. Mit einer 56 auf dem Par-72-Kurs im Tiburón Golf Club übernahmen sie die Führung. Nur einen Schlag dahinter folgten aber schon Leona Maguire und Lucas Glover sowie Megan Khang und Denny McCarthy.

Am Samstag ging es mit dem klassischen Vierer weiter – und die Herrlichkeit war erstmal vorbei. Vor allem ein Duo erwischte es heftig: Nach einer 59 am Vortag mussten Allisen Corpuz und Cameron Champ eine 78 hinnehmen. Doch es gab auch noch zahlreiche Höhepunkte. Der Schlag des Turniers gelang Lexi Thompson, die im Team mit Rickie Fowler antrat. Auf dem Par 3 der 16 versenkte sie ihren Abschlag zum Hole-in-one.

Ko und Day legten in der zweiten Runde den Grundstein für ihren späteren Erfolg. Nach einer 58 zum Auftakt spielten sie eine 66 – die beste Runde am Samstag. Damit eroberte das Duo die Führung. Mit einem Zwischenergebnis von 20 unter Par ging es ins Finale. Zwei Schläge dahinter folgten Korda und Finau sowie Maguire und Glover.

Dreikampf mit neuer Konkurrenz

Am Sonntag stand ein modifizierter Fourball an, bei dem die Proette nach dem Abschlag des Profis mit dessen Ball weiterspielte – und umgekehrt. Das Spitzentrio erwischte keinen guten Start in die Schlussrunde. Sowohl Korda und Finau als auch Maguire und Glover fanden nie wirklich zu ihrem Spiel der Vortage, sodass sie sich sukzessive aus dem Titelrennen verabschieden mussten.

Stattdessen machten nun zwei andere Teams den Führenden Konkurrenz. Madelene Sagström und Ludvig Åberg sowie Brooke Henderson und Corey Conners näherten sich von hinten mit Siebenmeilenstiefeln. Zwischenzeitlich lagen beide Duos bei −24 mit Ko und Day gleichauf.

Sagström und Åberg brachten dieses Gesamtergebnis als Erste ins Clubhaus. Das schwedische Duo hatte mit einer 60 die beste Runde des Tages abgeliefert. Es war allerdings schnell klar, dass das nicht zum Sieg reichen würde, denn Henderson und Conners standen bereits bei −25 und kamen damit dann auch ins Ziel.

Ko und Day hatten bereits mit einem Birdie auf der 14 mit Henderson und Conners gleichgezogen. Auf den abschließenden vier Löchern brauchten sie deshalb nur noch einen Schlaggewinn für den Sieg. Dieser gelang kurz darauf: Auf dem Par 5 der 17 erarbeitete sich Ko mit einem herausragenden Annäherungsschlag eine Eagle-Möglichkeit. Am Ende wurde es das entscheidende Birdie. Eine 66 in der Schlussrunde führte zu einem Gesamtergebnis von −26. Damit sicherten sich die 26-jährige Neuseeländerin und der 36-jährige Australier ein Preisgeld von je einer halben Million US-Dollar.

Foto: AFP

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