Es ist die Woche nach dem Masters und die RBC Heritage steht vor der Tür. Dafür müssen die Spieler nach Hilton Head Island reisen, wo der Harbour Town Golf Links bereits mit seinen Heimtücken auf sie wartet.

Wie in jedem Jahr steht nach dem absolvierten Masters die RBC Heritage auf dem Turnierkalender der PGA Tour. Das vergangene Jahr stellte Corona-bedingt eine Ausnahme dar, denn da fand das Turnier erst im Juni nach dem harten Lockdown statt.

Jack Nicklaus half beim Platz-Design

Harbour Town Golf Links wurde, so wie wir ihn kennen, unter der Leitung des Golfplatz-Architekten Pete Dye im Jahr 1967 designt. Bei der Planung des Kurses genoss er die Unterstützung von Jack Nicklaus, der das Turnier 1975 für sich entschied. Zum Zeitpunkt des Baus des Golfplatzes wurde an der atlantischen Küste von Hilton Head Island ein Leuchtturm gebaut, der heute als Wahrzeichen für die südkalifornische Insel steht und vor dessen Kulisse die Spieler jährlich abschlagen.

An einigen Löchern des Platzes ist die Fehlertoleranz hinsichtlich der Treffsicherheit sehr gering und die Grenze zwischen dem Schlag aufs Grün und ins Wasserhindernis ist schmal. Durch die Küstenlage am Atlantischen Ozean ist die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt auch auf dem Golfplatz zu bestaunen.

Am 13. Loch beispielsweise sorgen dicht bewachsene Bäume für ein Urwald-Flair, das dem ein oder anderen Golfer sicherlich bereits einige Schwierigkeiten bereitete. Denn selbst auf den schmalen Fairways sind die Spieler vor der Vielzahl an Bäumen wie überhängenden Eichen, Kiefern oder Palmettopalmen nicht sicher und werden so manches Mal von ihnen blockiert. So zum Beispiel Martin Kaymer, der 2017 hinter einen Baum spielte und das Loch am Ende dennoch mit einem Par beendete.

Par-71-Kurs mit viel Golf-Historie

Gewinnen konnte Kaymer das Turnier allerdings noch nicht. Seit 1969 findet die RBC Heritage jährlich auf dem Par-71-Kurs statt und wurde bei der Erstaustragung von Golf-Legende Arnold Palmer gewonnen. Der einzige deutsche Spieler, dem bereits ein Triumph auf Hilton Head Island gelang, ist Bernhard Langer. 1985 setzte er sich dort die Krone auf und das nur eine Woche nach seinem ersten Masters-Sieg in Augusta. Auch im vergangenen Jahr machte der Deutsche bei der RBC Heritage von sich Reden. Obwohl er nicht mit den Führenden mithalten konnte, spielte er eine 67er Runde und schaffte damit den Cut.

Damit ist er einer von nur sieben Spielern, denen dieser Erfolg in seinem Alter seit dem Start des Turniers 1969 gelangen. Im vergangenen Jahr musste die 52. Ausgabe des Turniers auf Juni verschoben werden und wurde von Webb Simpson gewonnen. Dem reichte allerdings nicht nur der Sieg, er stellte auch gleich noch einen Rekord auf, als er mit 262 Schlägen und damit 22 unter Par ins Clubhaus ging.

Foto: Getty

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