Mit Fabelrunde im Finale: Morikawa gewinnt Zozo Championship

Golfer Collin Morikawa präsentiert eine Trophäe mit seiner Ehefrau

Nachdem Collin Morikawa beim Japan-Gastspiel der PGA Tour zunächst die Führung übernommen hatte, verlor er diese am windigen Freitag und lief fortan hinterher. Die beste Runde des gesamten Turniers hatte er sich jedoch für das Finale aufgehoben. Mit seinem letztlich deutlichen Sieg endete eine gut zweijährige Durstrecke.

Dass der hochmotivierte Morikawa in Titelform war, bewies er bereits am Donnerstag, als er mit einer 64 auf dem Par-70-Kurs die Führung übernahm. Am Freitag fegte starker Wind durch den Accordia Golf Narashino Country Club und bereitete den Teilnehmern Probleme. Auch den Erstplatzierten erwischte es: Mit einer 73 fiel er auf den geteilten achten Rang zurück. Ganz oben stand nun stattdessen Beau Hossler, der mit den schwierigen Bedingungen am besten zurechtkam.

Auch der Samstag beförderte wieder einen neuen Namen an die Spitze des Leaderboards: Justin Suh ging mit einem Zwischenergebnis von −9 ins Finale. Einen Schlag dahinter folgten Hossler und Eric Cole. Morikawa hatte sich mit einer 66 am Moving Day wieder auf −7 und den vierten Platz hochgearbeitet.

Spitzentrio schwächelt, Morikawa überragt

Am Sonntag blieb der letzte Flight hinter den Erwartungen zurück. Besonders Suh erlebte eine Schlussrunde zum Vergessen: Mit einer 74 stürzte er auf den geteilten zehnten Rang. Hossler und Cole waren zwar etwas besser unterwegs, kamen aber auch nicht vom Fleck. Nach einer Par-Runde teilten sich die beiden den zweiten Platz.

Weil das Trio vor ihm schwächelte, war der Weg frei für Morikawa. Dabei hätte er das Stolpern der Konkurrenz gar nicht unbedingt gebraucht. Mit einer bogeyfreien 63 spielte er die beste Runde des gesamten Turniers. Am Ende gewann er völlig verdient mit einem Gesamtergebnis von −14 und sechs Schlägen Vorsprung.

Emotionaler Triumph nach Durstrecke

Für Morikawa war sein sechster Sieg auf der PGA Tour ein ganz besonderer. Der letzte bei The Open im Juli 2021 war schließlich schon 27 Monate her. Nach einem kometenhaften Aufstieg in den ersten zwei Jahren seiner Profikarriere war der ganz große Erfolg zuletzt ausgeblieben. Der jüngste Triumph sorgte nun für einen versöhnlichen Saisonabschluss.

Dass dieser auch noch in Japan zustande kam, war für Morikawa die Kirsche auf der Torte. Seine Familie väterlicherseits stammt aus dem Land der aufgehenden Sonne. Bei zahlreichen Gelegenheiten hatte der 26-jährige US-Amerikaner seine Verbundenheit mit der Heimat seiner Vorfahren zum Ausdruck gebracht. Dass ihm ausgerechnet dort nun der ersehnte Sieg gelang, entschädigte für die Durststrecke zuvor.

Foto: AFP

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