Spannende Aufholjagd: Meronk gewinnt Andalucia Masters knapp vor Schmid

Adrian Meronk mit einem Eisen in der Hand

Der Sieger des Estrella Damm Andalucia Masters heißt Adrian Meronk. Der Pole ist einer der Top-Performer auf der DP World Tour, weshalb sein Sieg zwar keineswegs selbstverständlich aber durchaus folgerichtig ist. Die eigentliche Sensations-Story des Wochenendes schrieb Matti Schmid.

Der Regensburger war zu Beginn des Turniers noch in vermeintlich aussichtsloser Position 154 im Ranking des Race to Dubai gestartet. Doch dieses Turnier sollte für ihn eine Wende im Kampf um die DP World Tour Karte für das Jahr 2024 werden. Dabei verlief der Start gerade mal so „mittelprächtig“. Einer eher durchschnittlichen 70er Runde am ersten Tag ließ er eine 67 folgen. So brachte er sich im vorderen Teil des Feldes in Position. Am Moving Day folgte eine bärenstarke 65 und er ging damit als Führender in der letzten Paarung in die Finalrunde. Am Sonntag konnte er an die Form des Vortages zunächst nicht anknüpfen. Nach den Front Nine lag er zunächst einmal Even Par.

Meronk, Schmid und Mansell machen es unter sich aus

Währenddessen tat sich einiges in den vor Matti Schmid spielenden Paarungen. Während der Finalrunde gab es immer mal wieder einige Führungswechsel. In den Kampf zwischen dem Duo Schmid und Meronk mischte sich auch noch der Engländer Richard Mansell ein.

Dieser spielte ein Eagle auf Bahn 6 und ließ noch drei Birdies auf den Bahnen 10, 11 und 15 folgen. Ein Bogey auf der 17 warf ihn jedoch aus dem Rennen.

Meronk startete ungewöhnlich schlecht mit zwei Bogeys auf Bahn 1 und 3. Es folgten jedoch zwei Eagles auf den Bahnen 6 und 9, womit er voll im Rennen war. Ab diesem Zeitpunkt spielte er wie ausgewechselt. Auf den Back Nine zeigte er Nerven und blieb absolut fehlerfrei. Mit vier Birdies und einer abschließenden 66 war er als Führender mit -16 im Clubhaus und musste nun auf seinen Kontrahenten Matti Schmid warten.

Matti Schmid beim Abschlag

Bis zur letzten Bahn war es spannend. Schmid spielte auf den Back Nine drei Birdies, musste aber leider auch zwei Bogeys verzeichnen. Auf Bahn 16 landete sein Schlag im Bunker. Nach dem Bunkerschlag musste er noch zwei Putts und somit ein Bogey notieren. Das kam für ihn zur Unzeit. Es verblieben nur noch die letzten beiden Bahnen, um zumindest mit einem Birdie für den Ausgleich und ein Play-Off zu sorgen.

Schmid hat die Tour Karte sicher

Der 25-jährige spielte jedoch lediglich zwei Mal Par und verpasste mit einem Gesamtergebnis von -15 leider den Sieg. Ärgerlich, aber viel wichtiger für Schmid ist am Ende die Tatsache, dass er sich mit diesem zweiten Platz im Race to Dubai um sagenhafte 84 Plätze auf Position 70 vorarbeiten konnte. Damit hat er die Tour Karte für die kommende Saison sicher in der Tasche.

Für den 30-jährigen Polen Adrian Meronk hingegen ist der Sieg der vierte Titel auf der DP World Tour und der dritte in dieser Saison. Damit bestätigte er trotz verpasster Ryder Cup Teilnahme sein starkes Jahr. „Es war ein schwieriges Turnier mit schlechtem Wetter. Ich habe am ersten Tag nicht mein bestes Golf gespielt. Deshalb ist es etwas Besonderes für mich, dieses Turnier dennoch gewonnen zu haben. Ich bin überglücklich“, so sein Statement nach der Finalrunde.

Gute Leistungen der übrigen Deutschen Teilnehmer

Neben Schmid überzeugten auch Nick Bachem und Marcel Siem. Siem notierte am Finaltag eine bogeyfreie 68 und landete mit seinem Gesamtergebnis von -11 am Ende auf T7.

Bachem zeigte am Sonntag leider seine schlechteste Turnierrunde. Er brachte ein Gesamtergebnis von -9 und einen geteilten 13. Rang ins Clubhaus.

Für Alexander Knappe ging es hingegen um alles. Er schaffte zwar den Cut, musste jedoch am Finaltag bereits auf seinen Front Nine zwei Doppelbogeys notieren. Auf den Back Nine konnte er dies mit zwei Birdies und einem weiteren Bogey nicht mehr ausgleichen.

Am Ende stand für ihn ein Gesamtergebnis von +5. Er rutschte damit im Race to Dubai um zwei Plätze ab. Knappe liegt aktuell auf Rang 114. Nur die ersten 116 haben die Tour Karte für die kommende Saison sicher in der Tasche. Er muss daher in den verbleibenden Turnieren dieser Saison nochmal liefern.

Thomas Bjørn verabschiedet sich

Für den Dänen Thomas Bjørn war das Turnier der letzte Auftritt bei der DP World Tour. Er verabschiedete sich mit Gesamt -3 und einem geteilten 46. Platz vom Tour-Geschehen. Der 52-jährige spielte während seiner Laufbahn mehr als 600 Turniere und war 15 Mal erfolgreich. Man wird ihn in der Zukunft wohl auf der Senior Tour sehen.

Fotos: AFP

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