Ryan Fox gewinnt überraschend die BMW PGA Championship

Ryan Fox beim Abschlag

Ryan Fox heißt der Sieger der BMW PGA Championship 2023. Der Neuseeländer ließ an einem spannenden Finaltag Tyrrell Hatton und Aaron Rai hinter sich. Gute Nachricht im Hinblick auf den Ryder Cup: Alle Mitglieder des europäischen Teams konnten überzeugen und schafften den Cut in Wentworth.

Besonders hob sich hierbei der schwedische Newcomer und Captain‘s Pick Ludvig Aberg hervor. Erst im Juni war er ins Profilager gewechselt. Er zeigte in den anschließenden PGA Turnieren von Beginn an immer wieder hervorragende Leistungen. Zuletzt gewann er in der Schweiz beim Omega European Masters seinen ersten DP World Tour Titel. Der Pick ins Ryder Cup Team kam daher nicht überraschend.

Auch bei der BMW PGA Championship führte er nach Tag 3 das Feld an und spielte am Finaltag erneut um den Titel. Was folgte, war jedoch ein schwarzer Tag in seinem Turnierkalender. Am Moving Day noch mit einer 66er Runde im Clubhaus, schwand am Sonntag nach vielen ungenauen Abschläge und einigen Schwächen rund um das Grün sein Vorsprung dahin und er musste eine 76 notieren. Am Ende reichte es zu einem dennoch respektablen geteilten 10. Rang.

Fox trotzt Triplebogey

Der Finaltag sollte jedoch im Zeichen von Ryan Fox stehen. Nach einem unglücklichen Start und Triplebogey ließ er auf den Bahnen 6 und 9 jeweils ein Birdie folgen. Auf den Backnine zündete er ein wahres Birdie-Gewitter. Hier ließ er sage und schreibe weitere sechs Birdies folgen. Damit schob er sich aus der zweiten Reihe mit einem Gesamtergebnis von -18 beeindruckend an Spitze des Leaderboards.

Der Neuseeländer verwies seine Konkurrenten Tyrrell Hatton und Aaron Rai mit -17 auf den geteilten zweiten Rang. Hatton hatte vor heimischer Kulisse an Tag 3 auch zeitweise die Führung inne. Er kam am Finaltag jedoch nicht mehr an Fox vorbei.

Dieser musste trotzdem noch einmal zittern. Aaron Rai hatte es mit einem Eagle Putt auf der 18 noch in der Hand, ein Stechen zu erzwingen. Der Putt fiel nicht und Fox hatte ein Jahr nach seinem letzten Sieg den Titel der BMW PGA Championship in der Tasche. Er kann sich damit nicht nur über ein Preisgeld in Höhe von 1,53 Millionen US-Dollar, sondern auch auf den Start beim Masters in Augusta im kommenden Jahr freuen.

Die beste Finalrunde ging an Rory McIlroy

Rory McIlroy startete nur durchschnittlich in das Turnier und musste sogar um den Einzug ins Wochenende kämpfen. Einer starken 67er Runde am Moving Day lies der Nordire am Sonntag trotz einsetzenden Regens eine weitere 65 folgen, was die beste Runde des Tages bedeutete.

Nach einem Birdie-Birdie-Eagle Start lag er in der Finalrunde nach vier Bahnen bereits vier unter Par. Es folgten noch ein Bogey und vier weitere Birdies. Durch dieses starke Finish konnte er sich mit einem Gesamtergebnis von -13 noch bis auf den geteilten siebten Rang schieben.

Überzeugende Leistungen des europäischen Ryder Cup Teams

Aus deutschsprachiger Sicht konnte lediglich Sepp Straka vorne mitmischen. Leider konnte er am Sonntag den guten drei vorangegangenen Runden lediglich eine Runde mit -1 folgen lassen. Dies reichte am Ende mit -12 für einen geteilten zehnten Rang.

Bemerkenswert war an diesem Wochenende, dass alle zwölf Spieler des Ryder Cup Teams den Cut schafften. Neun von ihnen landeten am Ende in den Top 20 landeten. Das lässt hoffen und zeigt, dass Europa für die US-Amerikaner kein leichter Gegner wird.

Deutsche Spieler chancenlos

Von den acht deutschen Spielern, die bei dem Event antraten, schafften lediglich Yannik Paul, Marcel Schneider und Hurly Long den Sprung ins Wochenende. Long spielte even Par und landete mit insgesamt +2 auf T69 landete. Schneider musste am Finaltag eine +4 notieren, was ihn bis auf T67 zurückfallen ließ.

Einzig Yannik Paul war drauf und dran, sich bei dem Flaggschiff-Event einen Platz in den Top 30 zu ergattern. Er lag gut im Rennen, bis ihm Bahn 17 einen Strich durch die Rechnung machte. Seinen dritten Schlag musste er wiederholen, nachdem sein Ball trotz eingehender Suche nicht gefunden werden konnte. Aber auch der folgende fünfte Schlag landete nicht auf dem Grün und sein abschließender 4-Meter-Putt bedeutete ein Triplebogey. Dadurch wurde er von bis dahin even Par auf +3 für den Tag (Gesamt -4) und den geteilten 45. Rang durchgereicht. Trotz allem war er am Ende bester deutscher Spieler. Mit Spannung dürfen wir uns auf den bevorstehenden Ryder Cup freuen, der vom 29.09. bis zum 01.10.2023 in Rom stattfinden wird. Bereits ab dem 22.09 spielen die Damen auf der Finca Cortesin in Andalusien um den Solheim Cup spielen.

Foto: AFP

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