Vegas, Baby! Die Spielerinnen der LPGA Tour reisen in dieser Woche nach Shadow Creek und damit in die Wüstenmetropole Las Vegas. Der Golfkurs ist bekannt für sein hohes Maß an Unterhaltung – wie bei dem Standort nicht anders zu erwarten.

Für die Spielerinnen der LPGA Tour steht in dieser Woche das Bank of Hope LPGA Match-Play Hosted by Shadow Creek auf dem Programm – und so sicherlich eine Menge Unterhaltung in der Stadt, die ohnehin für Amusement bekannt ist.

1989 erschuf Golfplatzarchitekt Tom Fazio inmitten der Wüste Nevadas eine Golf-Oase, umgeben von Wohnblocks und Asphalt. Dafür stellte Immobilien-Magnat Steve Wynn ein nahezu grenzenloses Budget bereit, das Fazio dementsprechend ausnutzte. Die einzige Vorgabe: Wynn wünschte sich eine Mischung aus Augusta National, dem Sherwood Country Club und Pine Valley. Es entstand ein Golfkurs, den es so noch nicht gab: Die trockene Wüste rund um Shadow Creek war plötzlich durchzogen von Wasserhindernissen in Form von kleinen Bächen und Wasserfällen, Pinien, weißen Bunkern und einer bunten Landschaft.

Schauplatz für das Tiger-Phil-Match

Da ist es kaum verwunderlich, dass der Platz 2018 Austragungsort eines der größten Golf-Matches aller Zeiten wurde. Phil Mickelson und Tiger Woods trafen sich zu einem epischen Duell in Las Vegas, aus dem Mickelson als Sieger hervorging.

Die beiden damals besten Golfer der Welt spielten bei dem Match um 9 Millionen US-Dollar und zusätzliche Einzelwetten, die die beiden selbst aufsetzen durften. Auf dem 22. Loch entschied Mickelson das Spiel mit einem neun Meter langen Putt für sich. „Tiger ist der größte Spieler aller Zeiten. Aber es bedeutet mir viel, in den nächsten Jahren etwas zu haben, mit dem ich ihn aufziehen kann“, so Mickelson über seinen Konkurrenten und Freund.

Alles andere als ein Schnäppchen

Um auf dem gleichen Boden aufzuteen wie die Großen, muss der Durchschnittsspieler ordentlich in die Tasche greifen. Mit ein wenig Glück können Betten zwar schon für 50 Euro ergattert werden, das Greenfee in Shadow Creek liegt jedoch bei rund 500 US-Dollar pro Person. Gemeinsam mit der Anreise und dem Aufenthalt kommt da doch schon einiges zusammen, um eine Runde zu spielen.

Und damit nicht genug: Wer bereit ist, diesen Preis für ein Spiel in Kauf zu nehmen, kann sich nicht einmal sicher sein, eine Startzeit zu bekommen. Lediglich zwei Tee Times werden pro Tag an zahlende Gäste vergeben, die Großzahl wird durch Einladungen verteilt.

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