Nach neun Jahren kehrt die PGA Championship auf den Ocean Course des Kiawah Island Golf Resort zurück, der die Spieler vor einige Herausforderungen stellen wird. Das Magazin „Golf Digest“ hat den Platz nicht von ungefähr zum härtesten Kurs der USA gewählt.

Auf Kiawah Island hat das Golfplatz-Architekten-Ehepaar Pete und Alice Dye gewirkt und mit dem Ocean Course einen der schwierigsten Golfkurse der USA entstehen lassen. Golfbegeisterte schätzen einerseits die Schönheit des Platzes und fürchten andererseits das spielerische Niveau, das er ihnen abverlangt.

Für die Spieler der PGA Tour geht es im Rahmen der PGA Championship in dieser Woche nach Kiawah Island. Einer zeigte 2012 bereits, dass er dem Kurs durchaus gewachsen ist: Rory McIlroy konnte das Major bei seiner Erstaustragung auf dem Ocean Course mit 13 unter Par und damit satten acht Schlägen Vorsprung auf die Konkurrenz für sich entscheiden.

Rasante Eröffnung für den Ryder Cup 1991

Der Kurs entstand 1991, als die USA mit der Austragung des Ryder Cup an der Reihe war. Das führte dazu, dass die Anlage unter hohem Zeitdruck fertiggestellt werden musste, was dem Ergebnis allerdings nicht geschadet hat. Die europäischen Spieler fühlten sich auf dem Kurs offenbar so wohl, dass sie die Trophäe der prestigeträchtigen Veranstaltung mit nach Hause nahmen.

Das Turnier ging als „Krieg an der Küste“ in die Ryder-Cup-Geschichte ein. Anders als die üblichen Linkskurse, die unter oder um die Dünen angelegt sind, hat das Architekten-Ehepaar den Ocean Course auf den Dünen errichten lassen. Einerseits bietet das zwar einen traumhaften Ausblick auf den Atlantischen Ozean, andererseits sind die Spieler dabei der ungebremsten Kraft des Küstenwindes ausgesetzt, was sicherlich eine der Schwierigkeiten in dieser Woche sein wird.

„Der Ocean Course, der entlang der Atlantikküste mit Fairways und Grüns über Sand, Seehafer und Süßgras läuft, ist vielleicht Dye’s diabolischstes Design“, so das Online-Magazin „Golf Digest“ über die Anlage auf Kiawah Island. „Mit erzwungenen Wegen über Sümpfe und Bunkern ist der Ocean Course ein einzigartiger Kurs, der selbst Tour-Profis vor Angst Tränen vergießen lässt.“

Das besondere an den sogenannten „Waste Bunkern“ – ein Begriff, den Pete Dye selbst popularisierte – ist, dass sie im Vergleich zu den bekannten Sandbunkern nicht vorbereitet und nicht zwingend von Rasen umgeben sind. Außerdem wird den Spielern kein Rechen zur Beseitigung von Spuren zur Verfügung gestellt.

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