In dieser Woche steht für die Damen der Profiliga das letzte Major des Jahres auf dem Programm. Auf den zwei Kursen des Champions Golf Club in Houston spielen die Golferinnen um die Trophäe des US Women’s Open. Wir blicken zurück auf die Siegerinnen der vergangenen Jahre.

Die Austragung der US Women’s Open in dieser Woche ist die 75. ihrer Art. Da es die Damen des Golfsports in der Vergangenheit nicht unbedingt leicht hatten, ist dies ein Meilenstein, der nicht einfach unter den Tisch fallen sollte. In der High Society des 18. Jahrhunderts war für Frauen beim Golf kein Platz. Einige traditionelle Clubhäuser pflegen stets noch die alte Schule mit dem Aushängeschild „keine Hunde, keine Frauen“, weshalb die 75. Ausgabe des Major noch bedeutsamer für die Entwicklung der Rolle des Damengolfs ist.

1. Die erste Siegerin

1945 signalisierte den Startschuss für die US Women’s Open. Damals war das Feld mit 39 Teilnehmerinnen besetzt. Das Finale trugen zwei Spielerinnen aus, die später in die World Golf Hall of Fame aufgenommen wurden: Patty Berg und Betty Jameson. Berg setzte sich als erste Siegerin des Majors durch und wurde vier Jahre später eine der Gründerinnen der LPGA Tour.

2. Wie eine Amateurin die Profis schlug

Als die Amateur-Golferin Catherine Lacoste 1967 an der US Women’s Open teilnahm, rechnete sie wohl kaum damit, was am Ende geschah. Mit 22 Jahren gewann sie das Major und besiegte damit alle Profispielerinnen, die in diesem Jahr auf dem Feld waren. In der Geschichte der US Women’s Open ist dies bis dahin nie geschehen und sollte sich bis heute nicht wiederholen.

3. Sörenstams spektakulärer Eintritt in die Profiliga

Als Sörenstam 1994 in die Profiliga eintrat, durfte sie zunächst keine Siegesluft schnuppern. Bis zu der US Women’s Open im selben Jahr hatte die Schwedin keinen Triumph in der Tasche.

Das sollte sich am Finaltag des Major jedoch ändern. Sie schloss mit einer 68er Runde ab und konnte so mit einem Major-Sieg ihren ersten Triumph auf der LPGA Tour feiern. Dies war die erste von ihren 72 LPGA- und zehn Major-Trophäen.

4. Trophäe nach Heimatsiegerin benannt

Vier US Women’s Open konnte Mickey Wright für sich entscheiden. Der letzte Sieg im Jahr 1964 ging der Spielerin besonders nah. Das Major fand im San Diego Country Club statt, in dem die US-Amerikanerin ihre ersten Turniere spielte. Zu Ehren der Golf-Legende beschloss die USGA im März dieses Jahres, dass die Medaille der US Women’s Open nach Wright umbenannt und mit einem Bild ihres ikonischen Schwungs verziert werde.

5. Comeback nach der Krebserkrankung

Nur 15 Monate nach der Krebsbehandlung stand Babe Zaharias 1954 auf dem Feld der US Women’s Open. Ein Comeback, das sich sehen ließ, denn die damals 43-Jährige rannte ihren Mitspielerinnen mit zwölf Schlägen Vorsprung förmlich davon. Sie wurde die älteste Spielerin, die das Major je gewinnen konnte. Ein Jahr später konnte sie ihren Titel jedoch nicht mehr verteidigen, da sie ihrer Krebserkrankung erlag.

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