Als das Masters im April 2019 das letzte Mal im Augusta National Golf Club ausgetragen wurde, platzierte sich Bryson DeChambeau mit sieben Schlägen hinter dem Sieger Tiger Woods. Eineinhalb Jahre später sieht das ganz anders aus. Vom 12. bis 15. November spielt die Golf-Elite um die Trophäe des Major. Einige Spieler küren DeChambeau bereits jetzt als Sieger und begegnen dem „Golf-Hulk“ mit Ehrfurcht.

Und das zurecht. Kein Golfer schlägt die Bälle weiter als DeChambeau. Zuletzt konnte der US-Amerikaner die US Open gewinnen und hofft nun auf sein zweites Major. Die Golfwelt scheint sich darüber einig zu sein. In jeglichen Wetten liegt DeChambeau vorne und kaum jemand riskiert es, gegen den 27jährigen zu tippen.

“Ich mache mir Sorgen, was er diesem Ort antun kann”, so Ian Woosnam, der 1991 selbst das grüne Masters-Jackett gewann, gegenüber dem „Telegraph“. Ob seine Furcht berechtigt ist, wird sich zeigen. Eins ist jedenfalls klar: Weniger überzeugt als seine Mitstreiter ist DeChambeau von sich selbst nicht. Der ehemalige Physikstudent hat sich für das Masters einen ganz eigenen Plan ausgetüftelt. Durch die Distanzschläge, die der Wettfavorit an den Tag legt, kann er Platzhindernisse besser umspielen als seine Konkurrenz. Von Proberunden am vergangenen Montag wurde bereits berichtet, dass DeChambeaus Bälle deutlich weiter landeten als die seiner Mitstreiter.

Er kann sich nur selbst besiegen

Im Interview mit dem Online-Magazin “Golf” machte Jordan Spieth klar: DeChambeau kann nur sich selbst besiegen. Spieth sieht den 27jährigen ebenfalls als Favoriten für das Major. Für den ehemaligen Masters-Sieger hat DeChambeaus eigensinniges Spiel einige Vorteile, denn neben der Distanz besäße er auch noch eine gewaltige Präzision beim Putten.

Wie viele andere Spieler hat DeChambeau sich zwischen der gewonnenen US Open und dem Masters eine Regenerationspause gegönnt. Das bestärkt die Golfwelt noch mehr in der Annahme, dass der Spieler mit noch mehr Kraft und Motivation auf den Platz gehen wird.

Neben DeChambeau ist auch der Rest der Golf-Elite im Augusta National versammelt. Tiger Woods hofft, seinen Titel verteidigen zu können oder zumindest im vorderen Feld mitzuspielen. In den letzten Wochen bereiteten sich viele Top-Stars zu Hause auf das Masters vor und waren bei den Turnieren der vergangenen Wochen nur vereinzelt zu sehen. Umso mehr können sich die Fans nun auf das Masters freuen und ihren Favoriten vom Wohnzimmer aus zujubeln.

Foto: Getty

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